
82288 Kottgeisering
Kottgeisering ist der Gemeindename. In der Gemeinde gibt es diese Orte:
Grafrath (nicht das Grafrath der Gemeinde 82284 Grafrath!)
Kottgeisering
Reichertsried
Geschichtliche Eckdaten

| Ortsname: | Die Siedlung derer von Giselher |
| Ersterwähnung: | 844 ist die bisher älteste Ersterwähnung: Kysalhering |
| Webseite: | https://www.kottgeisering.de |
| Gemeindearchivar: | – nicht bekannt – |
| Heimatbücher: | – nicht bekannt – [Genealogie Kiening] |
| Heimatkundliche Vereine: | – nicht bekannt – |
| Museen: | keine |
| Archäologische Funde: | Der gefundene Reihengräberfriedhof bei der Kreuzackersiedlung deutet an, daß Kottgeisering früher 1,5 km weiter amperabwärts lag. |
| Karten: | [BayernAtlas] [Kulturlandschaftselemente] |
| Amperland: | – bislang keine Artikel über diesen Ort in der Zeitschrift Amperland – |
Bis 1485 gehörte Kottgeisering zum Bistum Augsburg.
Artikel zum Herunterladen:
-
Apians Große Karte
Leben und Werk des Kartographen Philipp Apian
-
Das wundersame Grab von Grab Rasso
Blogbeiträge:
- Andechs-Wallfahrten 1886
- Apians große Karte
- Dekanat Egenburg in der Sunderndorferschen Matrikel von 1524
- Apian Philipp-Declaratio-1589
- Sattler Magnus – Das Büchlein vom heiligen Berge Andechs – 1886
- MAT Freising (Sunderndorffer) -1524
- TR Freising #576 – 828
Der Ortsname - Entwicklung und Bedeutung
Ortsnamenentwicklung
- venerunt ad Kysalheringas (829, TR Freising #576): Ellanrih und Engilhart erneuern Schenkung in Anhofen/Malching, Ried und "Teginsinga". Bischof Hitto hielt sich in Kottgeisering auf.
- AD KYSALHERINGA (844, TR Freising #666): Reginbert schenkt eine halbe Kolonie zu Kottgeisering.
- in loco qui dicitur Kisalheringa (876-880, TR Freising #942): Bischof Arnold tauscht von dem Edlen Lantperht gegen einen Hof zu Kottgeisering
- in loco qui dicitur ad Kisalheringon (876-880, TR Freising #946): Bischof Arnold tauscht von dem Edlen Rihperht gegen einen Hof zu Kottgeisering
- in loco nominato Kisalheringa (876 - 880, TR Freising #985): Bischof Waldo tauscht von dem Edlen Marcho gegen einen Hof zu Kottgeisering das dreifache Mass.
- in loco nominato Kisalheringa (895 - 899, TR Freising #1009): Bischof Waldo tauscht von dem Edlen Heilbert gegen einen Hof zu Kottgeisering
- in loco qui dicitur ad Kisalheringun (899, TR Freising #1033): Bischof Waldo tauscht von dem Alamannen Hiltini Liegenschaften zu Kottgeisering und Schöngeising
- Geisering (1524, Sunderndorfersche Matrikel)
- Geisering (vor 1563, Apian: Skizzen zur Großen Karte)
Aus dem langen "i" wurde im Neuhochdeutschen ein "ei" (Diphtongierung). - Geisering p., temp. ad Ambram (1589, Apian: Declaratio Tabulae Bavarica)
Ortsnamenbedeutung
Das "y" in den frühen Schreibungen wurde wie ein "i" gesprochen.
Der Personenname gehört zur Gruppe der "gisal"-Namen [Förstemann: Altdeutsches Namenbuch, Spalte 647]. Vermutlich bedeutet er, wie auch "giso" so etwas wie "Pfeil" oder "schnell".
Gisilliar, Kysalhari und Kysalhard sind an anderen Stellen als Personennamen belegt (Ernst Wilhelm Förstemann: Altdeutsches Namenbuch. Nordhausen: Förstemann, 1856, Spalte 653). Ein Personenname Kisalher bzw. Gisalher liegt also nahe.
-ing ist das übliche althochdeutsche Zugehörigkeitssuffix
Das -a am Ende st der althochdeutsche Dativ-Singular (männlich) bei Wörtern mit a-Stamm. Also in etwa: Der Ort der zu denen vom Kysalher gehört.
