Stich des Klosters Dießen von Michael Wening (um 1700)

TR Dießen 1114-1363

übersetzt von KI, bearbeitet von Ulrich Bähr

Bibliographische Angaben

Betreff


Traditionen des Klosters Dießen


Originalurkunde


Laufzeit: 1114-1363


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URN:


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Edition


Titel: Waldemar Schlögl: Die Traditionen und Urkunden des Stiftes Diessen – 1114-1362. Beck-Verlag, 1967.


Signatur:


Seite: TR 16a, 21, 27, 28, 57, 59, 60, 66


(die die Orte im Landkreis Fürstenfeldbruck betreffen)


Edition-URN:


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Faksimile-URN: –


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Weitere Edition


Oefele, Rer. Boic. SS 2, 699 Nr. 92

Hinweis


In diesem Text werden Teile der Erläuterungen von Schlögls Edition wiedergegeben. Für eine ernsthafte Betrachtung der Dießener Traditionen sollte man unbedingt die Original-Edition von Schlögl zu Rate ziehen, da sie deutlich mehr Informationen enthält.


Schlögls Anmerkungen und Fußnoten wurden mit aktuellen Ortsdetails (Landkreis, Postleitzahl) aktualisiert, ansonsten aber unverändert übernommen.

Eigene Anmerkungen sind eingerückt und farbig markiert.




Abbildung 1 Stich des Klosters Dießen von Michael Wening (um 1700)

Transkription und Übersetzung

TR 16a


a–h) Verzeichnis von Zinspflichtigen in


82131 Oberbrunn (Gauting) [LK Starnberg] / 82131 Unterbrunn (Gauting) [LK Starnberg]


86911 Dießen am Ammersee [LK Landsberg am Lech],


82237 Etterschlag (Wörthsee) [LK Starnberg],


85235 Egenburg (Pfaffenhofen an der Glonn) [LK Friedberg],


82211 Herrsching am Ammersee [LK Starnberg],


82211 Widdersberg (Herrsching am Ammersee) [LK Starnberg],,


86942 Schwabhausen bei Landsberg (Weil) [LK Landsberg am Lech] und


86857 Hurlach [LK Landsberg am Lech].


(etwa 1140-1157 Mai 2)[1]


f. 59′


a) Genus Richperti de Brunnen: Richpertus, Imma, Gerdrudis, Richpertus, Cumpertus, Gotescalcus, Erburc, Hertwicus, Gerdrudis, Christina, Cuntherus, Irmingart, Liutoldus, Gerdrudis, Christina, …, …, …, Hernherus.


b) Genus Ratol(di) apud nos: Ratoldus, Eberhardus, Guntherus, Egelolvus, Rigelint, Gesela, Mathilt, Adelwait, Liugardis, Bertoldus, Irmingardis, Eberhardus, Selint, Adelweit, Diemǒt, Bertha, Gesela, …, Waltherus, Ludewicus, Bertoldus, Ǒdelscalcus, Hiltepoldus et …, Ǒdalricus, Adelpoldus, Regenlint, Rapoto, Adelpurc, Irmingartdis.


c) De Ettinsloch: Hademǒt, Cǒnradus, Harmannus.


d) De Ǒgenburc: Bernhardus, Cǒnradus.


e) De Hǒrskin: Diemǒt, Alper, Bernhart, Mathilt.


f) De Platenstain: Diemǒt, Bertoldus, Ǒdalricus, Volcherus, Cunegunt, Liugart, Mathilt filia Diemodis.


g) De Swapusen: Christina et filia eius Hiltiburc et filii eius Sifrit, Sigemarus, Hainricus.


h) [De Hur]nloch:.., …, Cǒnradus, Hartmannus, …, …, … ndis, Ōta


a) Das Geschlecht des Richpert von 82131 Ober-/Unterbrunn (Gauting) [LK Starnberg]:


Richpert, Imma, Gertrud, Richpert, Cumpert, Gottschalk, Erburg, Hertwig, Gertrud, Christina, Günther, Irmingard, Liutold, Gertrud, Christina, …, …, …, Hernher.


b) Das Geschlecht des Ratold bei uns:


Ratold, Eberhard, Günther, Egelolf, Rigelind, Gisela, Mathilde, Adelweit, Luitgard, Bertold, Irmingard, Eberhard, Selind, Adelweit, Diemut, Bertha, Gisela, …, Walther, Ludwig, Bertold, Udalschalk, Hiltepold und …, Ulrich, Adelpold, Regenlind, Rapoto, Adelburg, Irmingard.


c) Aus 82237 Etterschlag (Wörthsee) [LK Starnberg]


Hademut, Konrad, Hermann.


d) Aus 85235 Egenburg (Pfaffenhofen an der Glonn) [LK Friedberg]:


Bernhard, Konrad.


e) Aus 82211 Herrsching am Ammersee [LK Starnberg]:


Diemut, Alper, Bernhard, Mathilde.


f) Aus Burg Plattenstein[2] bei 82211 Widdersberg (Herrsching am Ammersee) [LK Starnberg]:


Diemut, Bertold, Ulrich, Volcher, Kunigunde, Luitgard, Mathilde, Tochter der Diemut.


g) Aus 86942 Schwabhausen bei Landsberg (Weil) [LK Landsberg am Lech]:


Christina und ihre Tochter Hiltiburg sowie ihre Söhne Siegfried, Sigemar, Heinrich.


h) [Aus 86857 Hurlach [LK Landsberg am Lech]]:


…, …, Konrad, Hartmann, …, …, …ndis, Ota.

TR 21


a) Graf Heinrich II. von 82515 Wolfratshausen [LK Bad Tölz-Wolfratshausen] übereignet durch den Edlen Udalschalk von 82393 Iffeldorf [LK Weilheim-Schongau] seinen


gesamten Besitz in 86911 Dießen am Ammersee [LK Landsberg],


Fischrechte im Ammersee,


den Wald zwischen Dießen und 82383 Hohenpeißenberg [LK Weilheim-Schongau],


Jagd- und Fischrechte an und in den Flüssen Ammer und Rott,


vier Höfe in 86504 Merching [LK Friedberg-Friedberg],


seinen Besitz in 86949 Oberwindach (Windach) [LK Landsberg am Lech],


86939 Oberschondorf (Schondorf) [LK Landsberg am Lech],


82272 Luidenhofen (Moorenweis) [LK Fürstenfeldbruck] sowie


die Burg Sconenberch[3] (abg. südwestl. Dießen in 86911 Sankt Georgen (Dießen) [LK Landsberg am Lech]) mit dem


benachbarten Hügel Iringsberch (heute Schatzberg südl. Dießen) und dem


angrenzenden Gebiet bis 86911 Wengen-St. Georgen (Dießen) [LK Landsberg am Lech]


und schließlich seinen Besitz in 39100 Bozen [Region Trentino-Südtirol].


1158 Mai 1




Abbildung 2 Die Lage von Schönenberg (nördlich) und Schatzberg (südlich) bei Wengen


[Karte: Bayerische Vermessungsverwaltung. CC BY 4.0]


b) Derselbe übereignet durch Gottfried von 82387 Antdorf [LK Weilheim-Schongau]


ein Achtel seiner Saline in 83435 Bad Reichenhall [LK Berchtesgadener Land].


1158 Mai 1[4]

Diese Urkunde ist einer der Grundsteine für den Aufstieg des Klosters Dießen zu einem der bedeutendsten Stifte in Bayern.


f. 60‘ (=CA1)


f. 35b-36a(=CA2)


a) Notum sit omni e̢cclesie̢ fidelium tam futuris quam presentibus, quod comes Heinricus de Wolueratehusen monasterium quod situm est in Diezzen, principalem scilicet locum suum, possessionibus multis ampliavit presente eiusdem loci preposito Harwico et aliis multis nobilibus et vulgaribus astantibus.


Es sei der gesamten Gemeinschaft der Gläubigen bekannt, sowohl den zukünftigen als auch den gegenwärtigen, dass Graf Heinrich von 82515 Wolfratshausen [LK Bad Tölz-Wolfratshausen] das Kloster, welches in 86911 Dießen am Ammersee [LK Landsberg] gelegen ist – nämlich seinen vornehmsten Ort –, um viele Besitzungen erweitert hat. Dies geschah in Gegenwart des Propstes desselben Ortes, Hartwig, sowie vieler anderer anwesender Adeliger und Leute aus dem Volk.


Anno namque millesimo centesimo LVIII die kalendarum maiarum tradidit possessiones subscriptas per manum nobilis hominis Ǒdelscalci de Ǒffildorf,


Im Jahre 1158, am 1. Mai (den Kalenden des Mai), übergab er durch die Hand des edlen Mannes Udalschalk von 82393 Iffeldorf [LK Weilheim-Schongau] die unten aufgeführten Besitzungen:


quidquid possedit in eodem loco Diezzensi, agros, homines et piscationis iura in lacu, qui dicitur Ambersê, qui eidem loco vicinus est, et


In Dießen selbst: Alles, was er an diesem Orte besaß: Äcker, Menschen (Hörige) und die Fischereirechte auf dem See, der Ammersee genannt wird und der diesem Orte benachbart ist.


silvam magnam, cuius fines transeunt a loco eodem Diezzensi usque ad montem, qui dicitur Bisenberch,


Einen großen Wald, dessen Grenzen von eben diesem Orte Dießen bis zu dem Berg reichen, der Peißenberg genannt wird.


[et venationes bestiarum, cervorum, castorum et lutorum in flumine Ambre] et Rǒte, in potestatem prepositi Diezzensis et fratrum eiusdem loci constituit.


Er stellte die Jagd auf Wildtiere, Hirsche, Biber und Fischotter in den Flüssen Ammer und Rott in die Gewalt des Dießener Propstes und der Brüder desselben Ortes.


Tradidit etiam eodem modo predia sua in Mandichíngin, quatuor scilicet curias cum hominibus incolentibus eas et omnes homines sue̢ proprietatis in eodem loco exceptis his, qui incolunt terram, quam tradidit idem comes sancte̢ Marie̢ et sancto Ǒdalrico in Augusta. Tradidit etiam hortum et partem nemoris ad se pertinentis.


In 86504 Merching [LK Aichach-Friedberg] übergibt er ebenfalls seine Landgüter, nämlich vier Höfe mit den dort wohnenden Menschen und alle Menschen seines Eigentums an diesem Ort. Ausgenommen hiervon sind jene, die das Land bewohnen, welches derselbe Graf der heiligen Maria und dem heiligen Ulrich in Augsburg[5] übergeben hat. Zudem übergab er einen Garten und einen Teil des zu ihm gehörenden Waldes.


Tradidit etiam eodem oblationis modo predia sua in Wíndahe, Scondorf Liútenhouen, homines, agros, silvas, culta et inculta; omnia ad se pertinentia ex integro obtulit.


In gleicher Weise übergab er seine Güter in 86949 Oberwindach (Windach) [LK Landsberg am Lech],


86939 Oberschondorf (Schondorf) [LK Landsberg am Lech] und


82272 Luidenhofen (Moorenweis) [LK Fürstenfeldbruck]: Menschen, Äcker, Wälder, bebautes und unbebautes Land; alles, was ihm dort gehörte, brachte er vollständig dar


Tradidit etiam urbem quandam in montibus sitam, que vocatur Scónenberch et montem vicinum, qui dicitur Iringsberch, et adiacentia iuga usque Wengen


ea videlicet ratione, ut urbe destructa numquam aliqua persona presumat reedificare montes predictos in posteras generationes. Et in testimonium eiusdem conditionis tradidit dimidium mansum in loco, qui Wengen dicitur.


Die Burg Schönenberg: Er übergab auch eine gewisse, in den Bergen gelegene Burg, die Schönenberg genannt wird, sowie den benachbarten Berg, der Iringsberg/Schatzberg genannt wird, und die angrenzenden Höhenrücken bis nach 86911 Wengen-St. Georgen (Dießen) [LK Landsberg am Lech].


Dies geschah unter der Auflage, dass nach der Zerstörung der Burg niemals eine Person es wagen dürfe, die vorgenannten Berge für künftige Generationen wieder zu bebauen (zu befestigen). Als Zeugnis für diese Bedingung übergab er eine halbe Hube Land an dem Ort, der Wengen genannt wird.


Necnon etiam tradditit in eundum locum, quidquid possedit in Bozano vinearum, agrorum hominum, culta et incul[ta, nichil sibi nec aliis residui r]elinquens.


Schließlich übergab er an denselben Ort (das Kloster Dießen) alles, was er in 39100 Bozen [Region Trentino-Südtirol] an Weinbergen, Äckern und Menschen besaß, sowohl bebautes als auch unbebautes Land, wobei er weder für sich noch für andere einen Rest zurückbehielt.


b) Tradidit etiam [per manum nobilis viri Gotefridi] de Anctorf partem fontis | in Halle, que̢ vocabulo illorum dicitur achtail, per singulos annos pondera salis VI scilicet talentorum precia.


b) Ebenso übergab er [durch die Hand des edlen Mannes Gottfried] von 82387 Antdorf [LK Weilheim-Schongau] einen Teil einer Salzquelle in 83435 Bad Reichenhall [LK Berchtesgadener Land], die in deren Sprache „Acht-Teil“ genannt wird; daraus fließen jährlich Salzmengen im Wert von sechs Talenten (Pfund) zu.


Omnia supradicta tradidit sancte̢ Marie̢ semper virgini et sancto Stephano prothomartyri in Diezzen usibus fratrum deo servientium inibi omnimodis profutura pro remedio anime̢ sue̢ et fratris sui Ottonis, qui in expeditione regis Lotharii in obsidione Papîe civitatis obiit, et omnium parentum suorum et omnium fidelium Christi defunctorum.


Alles oben Genannte übergab er der heiligen Maria, der ewigen Jungfrau, und dem heiligen Stephanus, dem ersten Märtyrer, in Dießen. Es soll den Brüdern, die dort Gott dienen, in jeder Weise zum Nutzen dienen – zum Heil seiner Seele und der Seele seines Bruders Otto, der auf dem Feldzug des Königs Lothar bei der Belagerung der Stadt Pavia verstorben ist, sowie für alle seine Verwandten und alle verstorbenen Christgläubigen.


Huius traditionis testes sunt:


idem Ǒdelscalchus de V̊ffildorf,


Gotefridus de Ancdorf,


Degenhardus de Seuelt,


Bernhardus de Wilhaim,


Ameltus de Lochusin,


Die Zeugen dieser Schenkung sind:


Derselbe Udalschalk von 82393 Iffeldorf [LK Weilheim-Schongau]


Gottfried von 82387 Antdorf [LK Weilheim-Schongau]


Degenhard von 82229 Seefeld [LK Starnberg]


Bernhard von 82362 Weilheim [LK Weilheim-Schongau]


Amelt von 81249 München-Lochhausen [Stadt München] [???]


Adelbertus de Starcholtishouin,


Haͤrtnidus de Stainibah,


Lazarius de W̊lfratehusin,


Hainricus de Shallechaim,


Ortolfus de Anctorf et


frater eius Ǒdalricus de eodem loco,


Adalbert von 85084 Starkertshofen (Reichertshofen) [LK Pfaffenhofen an der Ilm] [???]


Härtnid von 86949 Steinebach (Windach) [LK Landsberg am Lech] oder 82237 Steinebach (Wörthsee) [LK Starnberg][6]


Lazarus von 82515 Wolfratshausen [LK Bad Tölz-Wolfratshausen]


Heinrich von 82541 Schallenkam (Münsing) [LK Bad Tölz-Wolfratshausen]


Ortolf von 82387 Antdorf [LK Weilheim-Schongau] und sein Bruder Odalrich vom selben Ort




Abbildung 3 Burgstall von Schallenkam (nicht zu verwechseln mit dem Burgstall 750 m weiter südlich) [Karte: Bayerische Vermessungsverwaltung. CC BY 4.0]

Gramannus, qui et W̊lfwinus dicitur de W̊lfratehusin,


Hainricus de Selwe et


frater eius Sibandus de eodem loco,


Liutfridus de Frǒtingen,


Gramann, der auch Wolfwin genannt wird, aus 82515 Wolfratshausen [LK Bad Tölz-Wolfratshausen]


Heinrich von 82399 Sölb (Raisting) [LK Weilheim-Schongau] und sein Bruder Siband vom selben Ort


Liutfrid von [???]


Bernhardus de Kirichaim,


Ǒdalricus de Andehs,


Ǒdalricus de Tagedinswanch, Theodericus de Husin,


Ǒdalricus de Raistingen,


Goteboldus et Bernhardus fratres de Raistingen,


Geroldus de eodem loco,


Ludewicus de Andehs,


Berhtoldus de eodem loco.


Bernhard von 85551 Kirchheim bei München [LK München]


Ulrich von 82346 Andechs [LK Starnberg]


Ulrich von 86911 Dettenschwang (Dießen am Ammersee) [LK Landsberg am Lech]


Dietrich von 85551 Hausen (Kirchheim bei München) [LK München][7] [???]


Ulrich von 82399 Raisting [LK Weilheim-Schongau]


Die Brüder Gotebold und Bernhard von 82399 Raisting [LK Weilheim-Schongau]


Gerold vom selben Ort [82399 Raisting [LK Weilheim-Schongau]}


Ludwig von 82346 Andechs [LK Starnberg]


Berthold vom selben Ort [82346 Andechs [LK Starnberg]]

TR 27

  1. Bischof Otto II. von Bamberg übereignet Besitz in 9843 Großkirchheim [Bezirk Spittal an der Drau, Bundesland Kärnten], den er von Albert Zollo von 82287 Pfaffenhofen (Jesenwang) [LK Fürstenfeldbruck] gekauft hatte.


    (1182 Oktober 12)

  2. Derselbe übergibt durch seinen Bruder, Markgraf Bertold II. (von Andechs), seinen Besitz in 82343 Maising (Pöcking) [LK Starnberg] mit vier Höfen, drei Mühlen samt dem dazugehörigen Flußlauf, der Kirche und dem in der Nähe liegenden Wald Anhart, außerdem die Kirche in 86511 Schmiechen [LK Aichach-Friedberg], die Kapelle in 86504 Brunnen (Merching) [LK Aichach-Friedberg], sowie einen Kelch und mehrere liturgische Gewänder.


    (1182 Oktober 12)[8]


Bischof Otto II. von Bamberg stammte aus dem Hause Andechs (den Gründern von Dießen). Das erklärt, warum er sein “Hauskloster” großzügig ausstattet.


f. 39


a-b


a) Notum [sit] omnibus Christi fidelibus tam futuris quam presentibus, quod dominus Otto, venerabilis episcopus Babenbergensis, predium suum in Chirhaim, quod emit a quodam Alberto, qui vulgo Zollo vocatur, sine ullius contradictione de Phaffinhouin tradidit sancte Marie̢ in Diezzen, usibus fratrum deo inibi servientium om[ni]modis profuturum.


a) Es sei allen Christgläubigen, sowohl den zukünftigen als auch den gegenwärtigen, bekannt, dass der Herr Otto, der ehrwürdige Bischof von Bamberg, sein Landgut in 9843 Großkirchheim [Bezirk Spittal an der Drau, Bundesland Kärnten] [9], welches er von einem gewissen Albert – der im Volk „Zollo“ genannt wird – kaufte, ohne jeglichen Widerspruch von (seitens) 82287 Pfaffenhofen (Jesenwang) [LK Fürstenfeldbruck] der heiligen Maria in Dießen übergeben hat. Es soll den Brüdern, die dort Gott dienen, in jeder Weise von Nutzen sein.


b) Tradidit et aliut predium per manum fratris sui Berhtoldi marchionis in Musingin, quod ipse emerat a religiosis et canonicis viris de Rore et in suis usibus per multos habuit annos, nullo sibi contradicente vel obstante, sancte Marie̢ semper virgini in Diezzen,


b) Ebenso übergab er durch die Hand seines Bruders, des Markgrafen Berthold (von Andechs/Istrien), ein weiteres Landgut in 82343 Maising (Pöcking) [LK Starnberg]. Dieses hatte er selbst von den religiösen Chorherren von 93352 Rohr in Niederbayern [LK Kehlheim][10] gekauft und viele Jahre ohne Widerspruch oder Hindernis in seinem Besitz gehabt. Er übergab es der heiligen Maria, der ewigen Jungfrau in Dießen, namentlich:


IIIIor scilicet curias,


III molendina cum pratis et


agris et hominibus, qui sui iuris vel proprietatis fuisse dinoscuntur


Vier Höfe,


drei Mühlen mit Wiesen und Äckern sowie


die Menschen (Hörigen), die nachweislich seinem Recht oder Eigentum unterstanden.


et e̢cclesiam in eodem loco sitam et saltum quendam vicinum eidem loco, qui vulgo Arnhart vocatur,


Die an diesem Ort gelegene Kirche sowie einen benachbarten Wald, der im Volk Arnhart genannt wird.


et decursum fluvii, apud quem ipsa molendina sita sunt, ut nulli hominum liceat iuxta eundem fluvium in supradicto predio plura exstruere molendina, nisi per licentiam prepositi Diezzensis et fratrum eius, ne reditus et tributa eiusdem predii in aliquo attenuari vel corrumpi videantur.


Den Lauf des Flusses, an dem die besagten Mühlen liegen. Es soll keinem Menschen erlaubt sein, an diesem Fluss innerhalb des vorgenannten Landguts weitere Mühlen zu errichten – es sei denn mit Erlaubnis des Propstes von Dießen und seiner Brüder –, damit die Einkünfte und Abgaben dieses Gutes nicht geschmälert oder beeinträchtigt werden.


Tradidit etiam ad eundem locum e̢cclesiam Smiehen, que̢ sibi hereditario iure in possessionem cesserat, et capellam in Brunnon et


ecclesiam in Musingen cum omni suprascripto predio.


Er übergab dem Ort (Dießen) auch die Kirche von 86511 Schmiechen [LK Aichach-Friedberg], die ihm durch Erbrecht zugefallen war, sowie die Kapelle in 86504 Brunnen (Merching) [LK Aichach-Friedberg] und die bereits erwähnte Kirche in 82343 Maising (Pöcking) [LK Starnberg] mit dem gesamten oben beschriebenen Besitz.


Dedit etiam


calicem unum,


duas casulas,


IIIIor cappas purpureas;


Zudem schenkte er


einen Kelch,


zwei Kaseln (Messgewänder) und


vier purpurne Chormäntel


omnia supradicta tradidit idem venerabilis episcopus sancte Marie̢ semper virgini in Diezzen fratribus deo inibi servientibus omnimodis profutura.


Alles Obengenannte übergab der ehrwürdige Bischof der heiligen Maria in Dießen zum dauerhaften Nutzen der dort Gott dienenden Brüder.

TR 28


a) Heinrich von 82418 Hagen (Riegsee) [LK Garmisch-Partenkirchen] [???] schenkt Besitz in 82319 Söcking-Starnberg [LK Starnberg], 82237 Etterschlag (Wörthsee) [LK Starnberg] und 82237 Schluifeld (Wörthsee) [LK Starnberg].


b) Mathilde, die Schwester des Vorgenannten, übereignet einen Hof in 86923 Finning [LK Landsberg am Lech] (Ober oder Unterfinning???).


c) Rahewin von 82418 Hagen (Riegsee) [LK Garmisch-Partenkirchen] [???] übergibt eine Hube in 82208 Unterhaching (LK München).


(1182—etwa 1206)[11]


f. 27


a) Notum sit omnibus Christi fidelibus futuris et presentibus, quod dominus Hainricus de Hage predia sua

Sechingen,

Ettinsloch,

Sluͤgevelt


contulit sancte Marie perpetue̢ virgini in Diezzen cum omnibus adtinentiis, cultis et incultis.


a) Es sei allen Christgläubigen, den zukünftigen und den gegenwärtigen, bekannt, dass der Herr Heinrich von 82418 Hagen (Riegsee) [LK Garmisch-Partenkirchen] [???] seine Landgüter in


82319 Söcking-Starnberg [LK Starnberg],


82237 Etterschlag (Wörthsee) [LK Starnberg] und


82237 Schluifeld (Wörthsee) [LK Starnberg]


der heiligen Maria, der ewigen Jungfrau in Dießen, übertragen hat, mit allem Zubehör, sowohl dem bebauten als auch dem unbebauten Land.


b) Item domina Mӕhtildis, soror ipsius Hainrici de Hage, curiam unam Vindingen tradidit sancte Marie in Diezzen in usus fratrum deo ibi obsequentium.


b) Ebenso hat die Herrin Mathilde, die Schwester desselben Heinrich von 82418 Hagen (Riegsee) [LK Garmisch-Partenkirchen] [???], einen Hof in 86923 Finning [LK Landsberg am Lech] der heiligen Maria in Dießen übergeben, zum Nutzen der dort Gott dienenden Brüder.


c) Similiter dominus Reihwinus de Hage dedit mansum unum Heichingen sancte Marie perpetue virgini in Diezzen; hec ob remedium animarum suarum nobis largiti sunt.


c) In gleicher Weise gab der Herr Reichwin von 82418 Hagen (Riegsee) [LK Garmisch-Partenkirchen] [???] eine Hube (ein landwirtschaftliches Gut) in 82208 Unterhaching (LK München) der heiligen Maria, der ewigen Jungfrau in Dießen; dies haben sie uns zum Heil ihrer Seelen großzügig geschenkt.


Huius rei testes sunt:


dominus Bernhardus de Wilhaim,


dominus Berhtoldus comes de Eschinloch,


dominus Wernhardus de Sevelt, dominus Chǒnradus Galle,


Otto de Ettinsloch,


Griffo de Andehs,


Ludwicus de Andehs,


Eberhardus de Porta,


V̊lricus,


Lazarius,


Chǒnradus fratres sui,


Hainricus de Piberkar,


Eberhardus de Shondorf et


alii plures.


Die Zeugen dieser Angelegenheit sind:


Herr Bernhard von 82362 Weilheim [LK Weilheim-Schongau]


Herr Graf Berthold von 82438 Eschenlohe [LK Garmisch-Partenkirchen]


Herr Wernhard von 82229 Seefeld [LK Starnberg]


Herr Konrad Galle


Otto von 82237 Etterschlag (Wörthsee) [LK Starnberg]


Griffo von 82346 Andechs [LK Starnberg]


Ludwig von 82346 Andechs [LK Starnberg]


Eberhard von der Pforte


Ulrich, Lazarus und Konrad, seine Brüder


Heinrich von 82335 Biberkor (Berg) [LK Starnberg]


Eberhard von 86938 Schondorf [LK Landsberg am Lech]


und viele andere.




Abbildung 4 Wappen der Familie Piberkar [Johann Franz Freising: Wappenbuch des bayerischen Adels, 1693]

TR 57


Engelschalk von 82278 Althegnenberg [LK Fürstenfeldbruck] übereignet als Wiedergutmachung für dem Stift zugefügten Schaden die Hälfte eines Hofes und den Neubruch Geruͤt in 82319 Hadorf (Starnberg) [LK Starnberg] und gelobt, das Stift künftig gegen alle Unbilden zu verteidigen.


82405 Wessobrunn [LK Weilheim-Schongau] 1241 Juni 3[12]





Abbildung 5 Lokalisierte Herkunftsorte der Zeugen

42 Zeugen für die Übergabe eines halben Hofes in Hadorf und eines Weilers sind beachtlich. Aus dem Umkreis von Hadorf erscheinen kaum Zeugen, fast alle Zeugen kommen aus dem Bereich südlich des Tradenten (Althegnenberg) und nördlich des Urkundsortes (Wessobrunn). Das läßt vermuten, daß Hadorf nur als Erinnerungspfand diente. Entscheidend war das Schutzversprechen für das Kloster Dießen.

Der Zweig der Wittelsbacher um Ludwig I. wechselte nach dem Attentat ihres Verwandten Otto VIII (1208) in das Lager der Staufer und agitierte gegen die Welfen. Die vermögenden und einflußreichen Hegnenberger/Haldenberger/Wildenrother waren ursprünglich welfische Ministerialen, die im 13. Jhr. auch an die Seite des staufischen Kaisers Friedrich II. wechselten[13].

Dießen war der Ursprung der Andechs-Meranier, die 1241 deutlich im Niedergang waren. Die Stadt und das Kloster Dießen hatten ihre ursprüngliche Schutzmacht verloren und wurden von Wittelsbachern und ihren Gefolgsleuten bedrängt. Im Zuge dieser Auseinandersetzungen kam es offenbar zu „dem Schaden“, den das Kloster Dießen erlitt. Wir sehen hier also eine Art Friedensvertrag der Wittelsbacher-Treuen mit dem Kloster Dießen. Deshalb wurden wohl so viele Ministerialen aus dem weiteren Umkreis von Dießen geladen. 1248 übergaben die Andechser den Markt Dießen dann doch an die Wittelsbacher.

1221 garantierte der Staufer Friedrich II. dem Kloster Wessobrunn kaiserlichen Schutz. Die Urkunde wurde somit in einem Kloster der Staufer-Seite ausgestellt, was ihre Wirksamkeit sicher verstärkte.

Vor diesem Hintergrund erscheint diese Tradition somit nicht wie eine klassische Sühneleistung mit der sich Engelschalk Vergebung und den künftigen Frieden beim Kloster 86911 Dießen am Ammersee [LK Landsberg am Lech] erkauft – am Tag der Beisetzung seiner Frau.


f. 28‘-29‘


Ne facti memoriam vel etatis malicia vel temporis obliviosus obumbret decursus, eapropter noverint universi presentem intuentes et audientes paginam, quod


Damit die Erinnerung an das Geschehene nicht durch die Bosheit des Alters oder das Vergessen im Laufe der Zeit verdunkelt werde, sollen alle, die diese Seite sehen oder hören, wissen:


ego Engelshancus de Heigniberch et filius meus eodem dictus nomine cum consensu pioque affectu fratrum meorum Hermanni et Chǒnradi in recompensatione damni per me ecclesie sancte Marie in Diezzen illati contuli eidem ecclesie et dominis ibidem canonicis canoniceque substituendis medietatem curie in Hohdorf cum novalibus ibidem, quod vulgo dicitur Geruͤt, iure hereditario mihi adtinentibus, que simul annuatim solvunt cum omnibus proventibus abinde cedentibus XXX solidos usuales.


Ich, Engelshalk von 82278 Althegnenberg [LK Fürstenfeldbruck] und mein gleichnamiger Sohn haben – mit Zustimmung und in frommer Zuneigung meiner Brüder Hermann und Konrad – als Ersatz für den Schaden, den ich der Kirche der heiligen Maria in Dießen zugefügt habe, eben dieser Kirche und den dortigen Kanonikern (und deren Nachfolgern) die Hälfte des Hofes in 82319 Hadorf (Starnberg) [LK Starnberg] nebst den dortigen Rodungen, die im Volk „Gerüt“ genannt werden, übertragen. Diese gehörten mir nach Erbrecht und bringen jährlich zusammen mit allen Einkünften 30 übliche Schillinge ein.


Porro omnibus diebus vite mee̢ ego E(ngelshalcus) pro eodem censu prelibate ecclesie teneor persolvere duas metretas tritici, quod dicitur purkmezz, in feseto sancti Martini, quo tempore maior census extat persolvendus.


Sunt itaque due prenotate metrete me solo existente indicium supradicte donationis; me vero decedente prefatus filius meus Eng(elshalcus) nec aliqua mea posteritas quicquam iuris habebit in predicta media curia sive novalibus et proventibus inde cedentibus nec aliquod ius advocatie sibi debet usurpare.


Weiterhin bin ich, Engelshalk, verpflichtet, zeit meines Lebens für denselben Zins der vorgenannten Kirche zwei Metzen Weizen – genannt „Purkmezz“ (Burgmaß) – am Fest des heiligen Martin zu zahlen, zu jener Zeit, in der der Hauptzins fällig ist.


Solange ich lebe, sind diese zwei Metzen das Zeichen der oben genannten Schenkung. Wenn ich jedoch sterbe, soll weder mein Sohn Engelshalk noch irgendein Nachkomme irgendein Recht an der besagten Hälfte des Hofes oder den Rodungen und Einkünften haben, noch darf er sich irgendein Vogteirecht (Schutzrecht) anmaßen.


Ut vero temeritas, quam in prelibata exercui beate et gloriose dei genitricis Marie ecclesia, apud deum sicut apud homines mihi remittatur, vice iuramenti laudavi, quod eadem ecclesia Diezzensis in personis, possessionibus et rebus aliis amodo per me et per omnes mecum degentes nulla prorsus lesione offendatur.


Damit aber die Vermessenheit, die ich gegen die Kirche der seligen und glorreichen Gottesmutter Maria ausgeübt habe, mir vor Gott und den Menschen vergeben werde, habe ich an Eides statt gelobt, dass dieselbe Kirche in Dießen – ihre Personen, ihr Besitz und ihre Güter – fortan durch mich und alle, die bei mir leben, keinerlei Schaden oder Beleidigung mehr erleiden soll.


Si quis vero, quod absit, ex hiis, qui mecum commorantur, meum infri[n]gere audeat laudamentum prenominatam, ut dictum est, offendendo ecclesiam et infra mensem a dominis eius sive ab eorum dispensatore ammonitus hoc integre non emendaverit, eundem a me segregatum gratiam, quam apud me meruisse gaudebat, perdidisse perpetuo lugebit, nisi prius eidem per satisfactionem ecclesie reformetur.


Falls jedoch jemand von meinen Leuten es wagen sollte, mein Gelöbnis zu brechen und die Kirche zu beleidigen, und dies innerhalb eines Monats nach Ermahnung durch die Herren oder deren Verwalter nicht vollständig wiedergutmacht, so soll er meine Gunst auf ewig verlieren und von mir verstoßen sein, bis er durch Genugtuung gegenüber der Kirche wiederhergestellt ist.


Porro ut canonici sepe memorate ecclesie per me offensi coram deo et hominibus predictam mihi indulgeant offensam, laudavi eisdem, quod contra omnes guerras moventes et maxime contra homines domini mei ducis Bawarie, quantum mearum potestas simul et honestas virium exigit, cenobium eorundem cum suis adtinentiis studeam defensare.


Damit die Kanoniker der oft genannten Kirche, die ich beleidigt habe, mir die Tat vergeben, habe ich ihnen zudem gelobt, dass ich mich bemühen werde, ihr Kloster gegen alle Kriegführenden und besonders gegen die Männer meines Herrn, des Herzogs von Bayern, nach Kräften und in Ehren zu verteidigen.[14]


Huius rei testes sunt:


  1. dominus Walchǒnus abbas de Wezzinsprvnne,

  2. dominus Hainricus prior,

  3. dominus Chǒnradus Mӕndichigensis,

  4. dominus Fridericus,

  5. dominus Hainricus Lundenhusenses monachi;


Die Zeugen sind:


  1. Herr Walchun, Abt von 82405 Wessobrunn [LK Weilheim-Schongau]

  2. Herr Heinrich, Prior

  3. Herr Konrad von 86504 Merching [LK Aichach-Friedberg]

  4. Herr Friedrich

  5. Herr Heinrich, Mönch aus 86934 Ludenhausen (Reichling) [LK Landsberg am Lech]
  1. Hermannus, Chǒnradus fratres de Heigniberc,
  2. Engelshalcus junior de Heigniberc;

  3. dominus Hainricus prepositus,
  4. Diepertus,
  5. Albertus sacerdotes,
  1. Hermann und Konrad, Brüder von 82278 Althegnenberg [LK Fürstenfeldbruck]
  2. Engelshalk der Jüngere von 82278 Althegnenberg [LK Fürstenfeldbruck]

  3. Herr Heinrich, Propst
  4. Diepert und
  5. Albert (Priester)
  1. Chǒnradus diaconus et custos de Diezen,
  2. Hainricus de Adlungeshoven,
  3. Livtfridus de Heigniberc,
  4. Hainricus de Purren decani;
  5. Hainricus de Eglingen,
  1. Konrad, Diakon und Kustos von 86911 Dießen am Ammersee [LK Landsberg am Lech]
  2. Heinrich von 82276 Adelshofen [LK Fürstenfeldbruck],
  3. Liutfrid von 82278 Althegnenberg [LK Fürstenfeldbruck],
  4. Heinrich von 82547 Beuerberg (Eurasburg) [LK Bad Tölz-Wolfratshausen] (Dekane)[15][???]
  5. Heinrich von 82544 Egling [LK Bad Tölz-Wolfratshausen] [16][???],
  1. Gerwicus de Phephingen,
  2. Hainricus de Winchelin,
  3. V̊lricus de Teidinswanch sacerdotes et plebani;
  4. Hainricus dyaconus et plebanus de Stǒphe,
  5. Hainricus nobilis de Wilhaim,
  1. Gerwig von 82256 Pfaffing (Fürstenfeldbruck) [LK Fürstenfeldbruck][17] [???],
  2. Heinrich von 86931 Winkl (Pittriching) LK Landsberg am Lech][18],
  3. Ulrich von 86911 Dettenschwang (Dießen am Ammersee) [LK Landsberg am Lech] (Priester und Leutpriester)
  4. Heinrich, Diakon und Leutpriester von 86932 Stoffen (Pürgen) [LK Landsberg am Lech][19]
  5. Heinrich, Edler von 82362 Weilheim in Oberbayern [LK Weilheim-Schongau]

  1. frater suus canonicus Frinsingensis ecclesie,

  2. Hainricus de Lechesperch,

  3. Hainricus dictus Heirinch,

  4. V̊lricus Vertingus,

  5. Hainricus notarius de Heigniberc et plebanus de Sielenbach,

  1. Sein Bruder, Kanoniker der Kirche von 85354 Freising [LK Freising]
  2. Heinrich von 86974 Rauenlechsberg (Apfeldorf) [LK Landsberg am Lech][20] [???]
  3. Heinrich, genannt Heirinch
  4. Ulrich Vertingus
  5. Heinrich, Notar von 82278 Althegnenberg [LK Fürstenfeldbruck] und Leutpriester von 86577 Sielenbach [LK Aichach-Friedberg]
  1. Dietricus Anphora,
  2. V̊lricus de Wile,
  3. Swikerus et V̊lricus de Eglingen,
  4. Hainricus et Gerwicus de Waglinshusen,
  5. Otto de Widersperch,
  1. Dietrich Amphora
  2. Ulrich von 86947 Weil [LK Landsberg am Lech]
  3. Swiker und Ulrich von 82544 Egling [LK Bad Tölz-Wolfratshausen] [???]
  4. Heinrich und Gerwig von 82269 Walleshausen (Geltendorf) [LK Landsberg am Lech] [21]
  5. Otto von 82211 Widdersberg (Herrsching am Ammersee) [LK Starnberg]
  1. Wirintho de Adlungeshoven,
  2. V̊lricus de Vindingen,
  3. Ludwicus de Andehes,
  4. Berhtoldus Gisso, |
  5. Hainricus de Geruͤt,

  1. Wirintho von von 82276 Adelshofen [LK Fürstenfeldbruck],
  2. Ulrich von 86949 Windach [LK Landsberg am Lech]
  3. Ludwig von 82346 Andechs [LK Starnberg][22]
  4. Berthold Gisso
  5. Heinrich von „Gerüt“ bei 82319 Hadorf (Starnberg) [LK Starnberg][23]
  1. Dietricus de Phluchdorf,
  2. V̊lricus de Ludenhusen,
  3. Ekkardus de Strazze,
  4. Hainricus advocatus de Tinzilbach

  5. et alii quam plures.
  1. Dietrich von 86946 Pflugdorf (Vilgertshofen) [LK Landsberg am Lech]
  2. Ulrich von 86934 Ludenhausen (Reichling) [LK Landsberg am Lech]
  3. Eckard von Straß-[???]
  4. Heinrich, Vogt von 82272 Dünzelbach (Moorenweis) [LK Fürstenfeldbruck]

  5. und viele andere.


Acta sunt hec anno domini M°CC°XL°I°, III nonas iunii apud cenobium Wezzensprunne in monasterio sancti Petri eodem die, cum ibidem sepulta est uxor mea Hailwigis pie memorie.


Geschehen im Jahre des Herrn 1241, am 3. Juni (III nonas iunii) im Kloster 82405 Wessobrunn [LK Weilheim-Schongau], im Münster des heiligen Petrus, an eben jenem Tag, als dort meine Frau Heilwig seligen Angedenkens bestattet wurde.

TR 59

Marquard von 85088 Vohburg an der Donau [LK Pfaffenhofen an der Ilm] übergibt Adelheid, die Frau Ulrichs von 82297 Hausen bei Hofhegnenberg (Steindorf) [LK Fürstenfeldbruck][???], und ihre Nachkommenschaft.


(1242 Januar-1247 Februar 7)[24]

Der Herr Gerung von Hausen erschien mit Sohn und Enkel. Aus dem gleichen Ort erschienen noch Marquard und Volkmar. Der Hauptbetroffene Ulrich von Hausen ist erstaunlicherweise nur vorletzter Zeuge. War Ulrich von Hausen womöglich nicht mehr in der Lage die Pflege für seine Frau zu leisten und sein Grundherr kümmerte sich um eine „Pflegestelle“ im Kloster Dießen?

Andererseits: Mit dem Propst, dem Kustos (Wächter/Schatzmeister) und dem Scholastikus (Lehrer) ist die gesamte Führungsebene des Stifts Dießen anwesend, was die rechtliche Wichtigkeit unterstreicht.

Bei einem „Dominus“ Gerung von Hausen würde man eine Burg als Wohnort erwarten. Bei Hausen bei Hofhegnenberg ist aber kein Burgstall bekannt – und wäre auch nicht zu erwarten in unmittelbarer Nähe zu Hofhegnenberg. Beide Orte gehen praktisch ineinander über. Apian erwähnt in seiner Declaratio auch keinen Adelssitz (wie er es z. B. in Steinbach und Hofhegnenberg tut). Das spricht eher dafür Gerungs Hausen woanders zu lokalisieren – womöglich im Donauraum. Es gibt allerdings nur sehr wenige Orte mit -hausen, die auch Adelssitz waren. Odelzhausen ist ein rares Beispiel (das aber in Urkunden nie ohne Bestimmungswort erscheint).

Kloster Dießen war am Ende zumindest Grundherr von 5 Höfen in Hausen bei Hofhegnenberg. Aber letztlich gibt es sehr viele Hausen-Orte, die 1242 wittelsbachisch waren. Die Lokalisierung ist keinesfalls gesichert.


f. 29‘


Noverint omnes Christi fideles, quod dominus Marquardus de Vohburch contulit sancte Marie perpetue virgini in Diezzen Alhaidim, uxorem V̊lrici de Husen, et omnem ipsius posteritatem pro remedio anime sue.


Huius donationis testes sunt:


Alle Christgläubigen sollen wissen, dass der Herr Marquard von von 85088 Vohburg an der Donau [LK Pfaffenhofen an der Ilm] der heiligen Maria, der ewigen Jungfrau in 86911 Dießen am Ammersee [LK Landsberg], Adelheid die Ehefrau des Ulrich von 82297 Hausen bei Hofhegnenberg (Steindorf) [LK Fürstenfeldbruck][25], sowie ihre gesamte Nachkommenschaft zum Heil seiner Seele übertragen hat.


Die Zeugen dieser Schenkung sind:


  1. dominus Albertus prepositus de Diezen,
  2. Chǒnradus sacerdos et custos,
  3. Chǒnradus scolasticus ipsius ecclesie;

  4. dominus Gerungus de Husen,
  5. Hainricus de Lobesingen,

  1. Herr Albert, Propst von 86911 Dießen am Ammersee [LK Landsberg]
  2. Konrad, Priester und Kustos
  3. Konrad, der Scholastikus (Leiter der Stiftsschule) derselben Kirche

  4. Herr Gerung von Hausen
  5. Heinrich von 85104 Lobsing (Pförring) [LK Eichstätt] [???]
  1. Berhtoldus de Menningen,
  2. Chǒnradus filius Gerungi,
  3. Hainricus de Menningen,
  4. Gerungus filius Gerungi,
  5. V̊lricus de Rucoltingen,
  1. Berthold von 85088 Menning (Vohburg an der Donau) [LK Pfaffenhofen an der Ilm]
  2. Konrad, der Sohn Gerungs
  3. Heinrich von 85088 Menning (Vohburg an der Donau) [LK Pfaffenhofen an der Ilm]
  4. Gerung, der Sohn Gerungs
  5. Ulrich von 85088 Rockolding (Vohburg an der Donau) [LK Pfaffenhofen an der Ilm]
  1. Volcmar de Husen,
  2. Perhtoldus Aichorn,
  3. V̊lricus de Husen,
  4. Marquardus de Husen et

  5. alii quam plures.
  1. Volkmar von Hausen
  2. Berthold Eichhorn

  3. Ulrich von Hausen
  4. Marquard von Hausen

  5. und viele andere.
TR 60


Rudolf Schürfeisen (Wolfratshausen Obb.) übergibt einen Hof in 82110 Wandlheim (Germering) [LK Fürstenfeldbruck] mit dem dazugehörigen Kolonen Werner.


(1242 Januar-1247 Februar 7)[26]

Die meisten Zeugen können überzeugend in den Raum 82544 Egling lokalisiert werden. Daher überrascht, daß Schlögl „Andelhaim“ in 82110 Wandlheim (Germering) lokalisiert. Dafür spricht eigentlich nur der Zeuge V̊lricus de Milingen, der offenbar auch im Raum Ammersee testiert. Somit könnte „Andelhaim“ durchaus auch im Raum Egling zu suchen sein, z. B. in 82544 Attenham (Egling) [LK Bad Tölz-Wolfratshausen].


f. 29‘


Notum sit omnibus Christi fidelibus, quod Rǒdolfus Shvͤrfeisen dedit ecclesie nostre curiam in Andelhaim et cultorem ipsius curie, dictum Wernherum, pro remedio anime sue.


Es sei allen Christgläubigen bekannt, dass Rudolf Schürfeisen unserer Kirche einen Hof in Andelheim (Andelhaim) und den Bebauer dieses Hofes, namens Wernher, zum Heil seiner Seele gegeben hat.


Huius rei testes sunt:


  1. Eberhardus de Porta,

  2. Hainricus, Liebardus, Chǒnradus de Endilhusen fratres,

  3. Hainricus, Chǒnradus de Eglingen fratres,

  4. Ortolfus de Seisinhusen,

  5. V̊lricus de Milingen,


Die Zeugen dieser Angelegenheit sind:

  1. Eberhard von der Pforte [des Klosters Dießen]

  2. die Brüder Heinrich, Liebard und Konrad von 82544 Endlhausen (Egling) [LK Bad Tölz-Wolfratshausen],

  3. die Brüder Heinrich und Konrad von 82544 Egling [LK Bad Tölz-Wolfratshausen],
  4. Ortolf von 82544 Sachsenhausen (Egling) [LK Bad Tölz-Wolfratshausen],
  5. Ulrich von 83104 Mailing (Tuntenhausen) [LK Rosenheim] [27]

  1. Otto de Porta filius Eberhardi,

  2. Hainricus, Chǒnradus de Vorha fratres,

  3. Chǒnradus de Vfhoverni

  4. V̊lricus de Perin et

  5. alii quam plures.
  1. Otto von der Pforte, Sohn des Eberhard

  2. die Brüder Heinrich und Konrad von 86492 Forchach (Langweid am Lech) [LK Augsburg] [???] [heute Wüstung] [???][28]
  3. Konrad von 82544 Aufhofen (Egling) [LK Bad Tölz-Wolfratshausen],
  4. Ulrich von 85604 Pöring (Zorneding) [LK Ebersberg]

  5. und viele andere.
TR 66


Propst Konrad von Dießen kauft von Mathilde von 83043 Bad Aibling [LK Rosenheim] einen Besitz in 82237 Etterschlag (Wörthsee) [LK Starnberg].


(1254 März 17 —1258 März 21)

Es handelt sich nicht um eine reine Schenkung, sondern um einen Rückkauf durch den Propst, der das Gut anschließend feierlich dem Altar (und damit dem Klosterbesitz) widmet.


f. 57


Noverit tam presentium quam futurorum discreta sollertia, quod ego C[hůnradus] prepositus huius ecclesie emi a quadam femina de Aibelingen, dicta Mahtilde, predium unum in Etesloch pro VIItem libris, quod et ipsa statim obtulit super altare sancte Marie perpetue virginis.


Huius rei testes sunt:


  1. dominus Chůnradus de Ettesloch,

  2. Vrschalcus preco de Monaco,

  3. Chůnradus Fosso de Monaco,

  4. Heinricus iudex de Paul,

  5. Heinricus Prieko et

  6. alii quam plures.


Die besonnene Klugheit der Gegenwärtigen wie auch der Zukünftigen soll wissen, dass ich, Konrad, Propst dieser Kirche, von einer gewissen Frau aus 83043 Bad Aibling [LK Rosenheim], namens Mathilde, ein Landgut in 82237 Etterschlag (Wörthsee) [LK Starnberg] für sieben Pfund gekauft habe. Dieses Gut hat sie selbst sogleich auf dem Altar der heiligen Maria, der ewigen Jungfrau, dargebracht (aufgeopfert).


Die Zeugen dieser Angelegenheit sind:


  1. Herr Konrad von 82237 Etterschlag (Wörthsee) [LK Starnberg]
  2. Urschalk, der Ausrufer (Herold/Büttel) aus München
  3. Konrad Fosso aus München
  4. Heinrich, der Richter von 82396 Pähl [LK Weilheim-Schongau][29]
  5. Heinrich Prieko

  6. und viele andere.

Erläuterungen

Begriffe

Genus: Bedeutet “Geschlecht”, “Familie” oder “Sippe”.

Apud nos: Heißt wörtlich “bei uns”. Das bezieht sich darauf, dass diese Familie entweder direkt im Klosterort ansässig war oder in einem besonders engen rechtlichen Verhältnis zum Kloster Dießen stand.

Cultis et incultis: Eine juristische Standardformel in mittelalterlichen Urkunden. Sie stellt sicher, dass wirklich alles – vom gepflügten Feld bis zum Sumpf oder Ödland – in den Besitz des Klosters übergeht, damit es später keine Grenzstreitigkeiten gibt.

Maße

Decem iugera: Ein Iugerum (Joch oder Jauchert) war das Maß an Land, das ein Bauer an einem Tag bearbeitete.

Purkmezz (also: „Burg-Maß“): Ein lokales Hohlmaß für Getreide, das speziell für Abgaben an eine Burg oder ein befestigtes Stift (wie Dießen) verwendet wurde.

Regensburger Pfennige: Dies war damals eine der stabilsten und weitverbreitetsten

Literatur


Buchner, Andreas. Das öffentliche Gerichtsverfahren in bürgerlichen und peinlichen Rechtsvorfallenheiten… Palm und Enke, 1825.


Fried, Pankraz. Landgericht Landsberg und Pfleggericht Rauhenlechsberg. Bde. 22–23. Historischer Atlas von Bayern, I. Komm. für Bayerische Landesgeschichte, 1971.


Groß, Jakob. Chronik von Fürstenfeldbruck. J. B. Miller, 1877. https://books.google.de/books?id=qLAtYJIXO-gC&hl=de.


Meichelbeck, Carl. Tomi II. Pars Altera Instrumentaria : In qua Plùs quàm quadringenta Instrumenta Pontificum, Cardinalium, Metropolitanorum, Episcoporum, Abbatum, Canonicorum: item Imperatorum, Regum, Archiducum, Ducum &c. ad hunc alterum Tomum pertinentia recensentur. Historiæ Frisingensis : Quinque Ab Adventu S. Corbiniani I. Episcopi Sæcula, Seu Res Ab Anno Christi DCCXXIV. Usque Ad Ann. MCCXXIV. Frisingæ Gestas Exhibens. Augsburg, 1724.

Monumenta Boica / 7. [Monumenta Benedicto-Burana ; Monumenta Ettalensia ; Monumenta Wessofontana ; Monumenta Weyarientia]. Bayerische Akademie der Wissenschaften Verl. der Königlichen Akad., 1766. http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb10721501-9.

[Monumenta Raitenbuchensia ; Monumenta Diessensia ; Monumenta Bernriedensia ; Monumenta Scheftlariensia ; Monumenta Andecensia]. Monumenta Boica 8. Bayerische Akademie der Wissenschaften, 1767. https://www.bavarikon.de/object/bav:BSB-MDZ-00000BSB10334132?p=26&cq=Milingen&lang=de.


Reitzenstein, Wolf-Armin. Lexikon bayerischer Ortsnamen: Herkunft und Bedeutung; Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz. Beck, 2006.


Streichele, Anton von. Das Bistum Augsburg, historisch und statistisch beschrieben / 2. Die Landkapitel : Agenwang, Aichach, Baisweil, Bayer-Mänching, Burgheim. Augsburg, 1861. http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb10799707-3.


Wallner, Eduard. Altbairische Siedelungsgeschichte in den Ortsnamen der Ämter Bruck, Dachau, Freising, Friedberg, Landsberg, Moosburg und Pfaffenhofen. Reprint 2019. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2019. https://doi.org/10.1515/9783486748994.


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  1. Die Datierung ergibt sich, einerseits aus der Stellung in CA1, da Tr. 17 unmittelbar in gleichzeitigem Eintrag folgt und so den Endpunkt der zeitlichen Fixierung angibt, andererseits aus dem paläographischen Befund, der einen allzuweit vor der Mitte des 12. Jh. liegenden Zeitpunkt verbietet.



    Die Liste ist unvollständig. Dies zeigt sich in dem Fehlen der in Tr. 2 und 13 übereigneten Zensualen. Die Namen der in Tr. 11 und 14 überstellten Zinspflichtigen sind zu allgemein verbreitet, als daß eine Zuweisung möglich wäre. Da sich demnach keine der vor Tr. 17 an Dießen gegebenen Personen nachweisen läßt, ist auf diesem Weg eine Datierung ausgeschlossen. Vielleicht handelt es sich wenigstens zum Teil um Zensualen aus der Gründungsausstattung des Stiftes.



    Die Zuweisung zu 82131 Ober-/Unterbrunn (Gauting) [LK Starnberg] wird durch die Größe des dort bereits in der ältesten Güterliste nachgewiesenen Besitzes (vgl. Urb. 33, 34) ebenso nahegelegt wie durch die Tatsache, daß der später zu 86504 Brunnen (Merching) [LK Aichach-Friedberg] belegte Besitz einwandfrei und lückenlos erst nach Jahrhundertmitte als geschenkt nachzuweisen ist, vgl. Urb. 198.



    Die Sippe des Ratold dürfte zur familia des Stiftes zu zählen sein.



    Die Aufzählung der unter d—f angeführten Namen ist als Einschub zu betrachten, was ausParagraphenzeichen am Anfang und Ende hervorgeht. Dabei steht die Ortszuweisung nach dem Namen der entsprechenden Zensualen. Die Abtrennung ist jedesmal durch ein weiteres Paragraphenzeichen angedeutet und scheint somit gesichert.



    Zum Grundbesitz in Dießen vgl. Urb. 322, zu dem in Etterschlag Urb. 39.



    In 85235 Egenburg (Pfaffenhofen an der Glonn) [LK Friedberg], dessen Deutung nach Wallner, Siedlungsgesch. Nr 1353 erfolgt, ist kein Stiftsbesitz bezeugt.


    Ebensowenig in 86857 Hurlach [LK Landsberg am Lech] und 86942 Schwabhausen bei Landsberg (Weil) [LK Landsberg am Lech].


    Unter Plattenstein ist zweifellos die Burg bei 82211 Widdersberg (Herrsching am Ammersee) [LK Starnberg] am Plattenstein zu verstehen, vgl. die Verweise bei Weißthanner, Tr. Schäftlarn 410 Vorbem.




  2. am Widdersberger Weiher nordwestlich von Widdersberg




  3. Philipp Apian nennt einen Wald „Schonperg U.“ in 86911 Sankt Georgen (Dießen) [LK Landsberg am Lech]. Die Burg befand sich auf dem später abgetragenen „Burgberg“, südlich der heutigen Burgwaldstraße [Beiblatt zur 17. Landtafel]. In seiner Declaration Tabulae Bavarica schreibt er „Hinc [Dießen] ad meridiem in sylva Schonperg nuncupata duarum arcium in collibus vestigia visuntur, quorum primum Pürg appellatur, alter Horle.“ Im Wald namens Schönberg finde man also die Spuren zweier Burgen auf den Hügeln, von denen die erste Pürg [also der nördlichere Schönenberg am Burgberg] und die andere Horle [der südlichere Schatzberg / Iringsberg] heißt.




  4. Die dieser Notiz zu Grunde liegenden, durch die Verschiedenheit der Salmänner getrennten Rechtsgeschäfte wurden, wie der Text selbst und die Subsumierung unter eine Zeugenliste beweisen, am selben Tag vorgenommen. Sie bilden die umfangreichsten Schenkungen in der Reihe testamentarischer Vergabungen Heinrichs II. von Wolfratshausen, vgl. die Nachweise in Tr. 16 Vorbem.



    Das Datum der Tradition entspricht nach der Dießener Überlieferung dem Todestag Heinrichs II. (vgl. dazu Oefele, Andechs S. 26 Nr. 27). Da jedoch der Graf tatsächlich genau ein Jahr früher starb (Nachweise bei Oefele a.a.O. und Dungern, Handbuch S. 22 Nr. 38), kann die Notiz nicht die Schenkung selbst, sondern nur ihre Auflassung durch die Salmänner darstellen. Denn ein Irrtum in der Datierung der Tradition so kurz nach dem Tode des Tradenten ist unwahrscheinlich; überdies finden sich z. B. in Tegernsee für die unter den gleichen Umständen erfolgte Schenkung für Tradition und Auflassung getrennte Aufzeichnungen, vgl. dazu Acht, Tr. Tegernsee 290 Vorbem., und Weißthanner, Tr. Schäfllarn 93 Vorbem. Es dürfte demnach das falsche Datum der Dießener Überlieferung (MG Necr. 1, 17 zu Mai 2) aus dem Traditionsbuch stammen, wie schon Oefele a. a. O. vermutet.



    Zum übereigneten Besitz vgl. Urb. 322, 199, 227, 217 ff., 308 und 210. Über die Schönenburg siehe Landsberger Geschichtsblätter Jg. 1 (1902), 49 ff., Schweizer, Die Burg der Grafen von Dießen, Ammersee-Heimatblätter Jg. 2 (1926), 36-39 und zuletzt derselbe, Flurnamen Nr. 944. Ihre Identifizierung mit dem Burgberg, etwa 2,5 km südwestlich von Dießen, ist durch noch zu Anfang des 20. Jh. vorhandene Trümmer gesichert.



    Zur Deutung des Wortes iuga als „Ackerland“ vgl. Schweizer, Flurnamen Nr. 1107. Doch ist diese Interpretation keineswegs sicher, da die einzig mögliche Lage des Ackerlandes der Richtungsangabe in der Notiz gerade entgegengesetzt wäre. Die Übersetzung mit „Höhen” kann auf Grund des Geländebefundes ausgeschlossen werden, da die Gegend vorn Fuß des Burgberges bis Wengen, rund 750 m, nur wenige Meter ansteigt, von Höhen (Plural!) also keine Rede sein kann. Wahrscheinlich ist das Wort iuga hier ganz allgemein, etwa in der Bedeutung eines Flächenmaßes gebraucht und steht für Gebiet. Der in Frage stehende Besitz dürfte in den Wiesen und Weiden zu suchen sein, die 1361/63 in dieser Gegend aufgezählt werden, vgl. Urb. 352-355, 370 ff. (auch Schweizer in den Ammersee-Heimatblättern S.38).



    Zu Iringsberch (heute Schatzberg) siehe Schweizer, Flurnamen Nr.547.


    Der Besitz in Luidenhofen ist 1363 nicht mehr nachweisbar.


    Über die Salzanteile Dießens siehe Tr. 16 Vorbem.



    Zum Tod des Grafen Otto VI. am 10. November 1136 siehe Riezler, Geschichte Baierns Bd. 1, 2 (1927), 244 ff., vgl. auch die Verweise bei 7’r.8 Vorbem. über die Edlen von Weilheim zuletzt Gewin, Blüte und Niedergang hochadliger Geschlechter im Mittelalter, 1955, S. 38 ff., 118 f. und 1511. Zu den Edlen von Antdorf siehe Weißthanner, Tr. Schäftlarn 93 Vorbem., zu denen von Iffeldorf Oefele, Andechs S. 49 Anm. B. Die im Text a erwähnte Schenkung an St. Ulrich und Afra in Augsburg erfolgte zur selben Zeit und ebenfalls als testamentarische Vergabung, vgl. MB 22, 76 und Oefele, Andechs Nr. 322.




  5. Benediktinerkloster St. Ulrich und Afra in Augsburg




  6. Dießen hatte mindestens ab 16 Jhr. Besitz 86949 Steinebach. Andererseits zählte 82237 Steinebach zum Andechser Herrschaftsbereich, zu dem auch die Wolfratshausener zählten.




  7. Da Bernhard von Kirchheim zwei Zeugen davor genannt wird, könnte es dieses


    85551 Hausen (Kirchheim bei München) [LK München] sein. Schlögel identifiziert es in TR 27 auch mit 85551 Kirchheim. Es kämen auch in Frage:


    86971 Hausen (Peiting) [LK Weilheim-Schongau]


    82131 Hausen (Gauting) [LK Starnberg],


    82409 Hausen (Wildsteig) [LK Weilheim-Schongau],


    82297 Hausen bei Althegnenberg (Steindorf) [LK Aichach-Friedberg],


    82269 Hausen bei Geltendorf (Geltendorf) [LK Landsberg am Lech],




  8. Über den Umfang und die genaue Lokalisation der Güter in Kärnten und ihre späteren Schicksale siehe Urb. 67. Der Vorbesitzer Albert Zollo, nach Heigel-Riezler, Das Herzogtum Bayern zur Zeit Heinrichs des Löwen und Ottos I. von Wittelsbach, 1867, S. 268 Ministeriale der Grafen v. Dachau, dürfte die Güter nur zu Lehen gehabt haben und mußte abgefunden (vgl. auch Epitaphium f. 57). Jedenfalls steht fest, daß die Andechser in Kärnten Hausgüter (propria) besessen haben, vgl. Oefele, Andechs S. 70 Anm. 1.



    Zum Besitz in 82343 Maising (Pöcking) [LK Starnberg] vgl. Urb. 48, 277 und 417. Seine Lokalisation steht durch spätere Benennung (Di Lit. 5 p. 175) und die Reihenfolge in CB fest,


    während ihn Baumann in MG Necr. 1, 757 fälschlich, wohl Dalll’Abaco in Cgm 1769, 2 p. 17 folgend, auf 82541 Münsing [LK Bad Tölz-Wolfratshausen] bezieht.



    In dem übereigneten Flußlauf darf wohl der Maisingerbach erkannt werden, vgl. Eisenmann-Hohn, Topo-geographisch-statistisches Lexikon vom Königreich Bayern 2 (1832), 50.



    Zur Kirche in 86511 Schmiechen [LK Aichach-Friedberg] vgl. Urk. 10 und Di Lit. 5 p. 240. Sie fehlt im Urbar von 1362/63, da der ganze Besitz in Schmiechen 1306 zur Oblei geschlagen wurde, vgl. Urk. 76.



    Die Kapelle in 86504 Brunnen (Merching) [LK Aichach-Friedberg] ist auf den Ort gleichen Namens der Gem. Merching zu beziehen, da Urk. 10 diese Kapelle als zur Kirche in Schmiechen gehörig bezeichnet. Auch fügt Epitaphium f. 57 a’ der Erwähnung der Kirche in Schmiechen die der Kapelle in Brunnen mit ibidem an. Demnach scheiden die anderen noch in Frage kommenden Brunnen-Orte, 82131 Unterbrunn (Gauting) [LK Starnberg] und 82131 Oberbrunn (Gauting) [LK Starnberg], aus. Überdies wird die Kirche in Unterbrunn erst 1248 an das Stift übergeben (Urk. 26), vgl. dazu auch Oefele, Andechs S. 50 Anm. 21. Das Urbar von 1362/63 kennt die Kapelle nicht. Möglicherweise ist die 1306 der Oblei überstellte und ebenfalls als zur Kirche in Schmiechen gehörig bezeichnete Kapelle in 86511 Unterbergen (Schmiechen) [LK Aichach-Friedberg], für die sich kein direkter Erwerbsnachweis findet, an ihre Stelle getreten und mit dem ganzen Obleigut der Aufzeichnung im Urbar entzogen worden. Dafür spricht auch der Eintrag in Di Lit. 36 f. 109′, wenn er die Kapelle in Unterbergen zur Schenkung B. Ottos rechnet; vgl. auch Di Lit. 5 p. 211, die Vorlage für Di Lit. 36. Zur Kirche in Unterbergen, die heute noch zur Pfarrei Schmiechen gehört, vgl. Steidele-Schröder 2, 532 ff.




  9. Die Frage ist, ob „predium suum“ den Hof im Privatbesitz des Bischofs oder im Besitz des Bistums meint:


    In 4932 Kirchheim im Innkreis [Bezirk Ried im Innkreis, Oberösterreich] hatte das Bistum Bamberg Grundbesitz – damals unter Bischof Otto II. Im nahen 4582 Spital am Pyhrn [Kirchdorf, Oberöstereich] stiftete er 8 Jahre später (1190) ein Spital.


    In 9843 Großkirchheim [Bezirk Spittal an der Drau, Bundesland Kärnten] hatten die Andechser als weltliche Familie viel Grundbesitz – das Bistum Bamberg aber offenbar nicht. Schlögl ging offensichtlich von einer Schenkung aus Familienbesitz aus und lokalisiert „Kirchheim“ deshalb zu „Großkichheim“. „Kostengünstiger“ wäre es für Otto II. aus Bistumsbesitz zu tradieren.


    In 85551 Kirchheim bei München [LK München] waren offenbar die Grafen von Wasserburg und nicht die Andechs-Meranier begütert.




  10. vermutlich Kloster Rohr der Augustiner-Chorherren in 93352 Rohr in Niederbayern [LK Kehlheim].




  11. Die in dem vorliegenden Eintrag zusammengefaßten Übereignungen sind durch die Verschiedenheit der Tradenten und des Besitzes als getrennte Rechtsgeschäfte anzusehen. Ob ihre gemeinsame Niederschrift auf eine Vorlage zurückgeht, man demnach auf Vollzug in zeitlicher Nähe schließen kann, oder ob sie erst durch eine Redaktion von DT 15 entstand, angeregt etwa durch die Familienzusammengehörigkeit der Tradenten, ist nicht sicher zu entscheiden. Vielleicht kann jedoch die in Dießen bei Einzelakten ungewöhnlich hohe Zahl von 13 Zeugen durch Zusammenziehen von drei Zeugenlisten gedeutet werden, möglicherweise unter Weglassen der als weniger wichtig erscheinenden Namen. Dann wäre eine redaktionelle Tätigkeit von DT 15 anzunehmen. Die übereinstimmende Zeugenzahl mit Tr. 29a/b, in der wahrscheinlich ebenfalls eine spätere Bearbeitung desselben Schreibers vorliegt, weist darauf hin; vgl. auch Tr. 4 und Tr. 8a/b.



    Die Datierung ergibt sich einerseits aus dem Fehlen unter den gleichzeitigen Einträgen der Jahre 1158-1182, andererseits aus dem im Nekrolog B noch von der Hand Luitolds aufgezeichneten Tod Rahewins von Hagen (MG Necr. 1, 29 zu Oktober 31). Zur Abfassung dieses Nekrologs vgl. Einleitung S. 19* f. mit weiteren Verweisen.



    Die Lokalisation der Schenkerfamilie erfolgt auf Grund der Zeugen, vgl. auch Baumann, Das Benediktbeurer Traditionsbuch, AZ NF 20 (1914) Nr. 55, 58, 116 und S. 73. Die Beziehung im Nekrolog (MG Necr. 1, 730) zu Haag Bz. München 1 = Gem. Herrnhausen [LK Wolfratshausen] ist nicht zu belegen. —


    Zum übereigneten Besitz vgl. Urb. 50, 39, 40, 184, 1.


    Zu den Grafen von Eschenlohe vgl. Albrecht, Andechs S. 7 ff.




  12. Beziehung des Tradenten auf 82297 Hofhegnenberg (Steindorf) [LK Aichach-Friedberg], die Arbinger vertritt, läßt sich nicht aufrechterhalten, vgl. Weißthanner, Tr. Schäfllarn 337 Vorbem. Zu den wittelsbachischen Ministerialen von Althegnenberg vgl. Spindler, Anfänge S. 52 Anm. 4 und Oefele, Andechs S. 56 Anm. 1.



    Den übereigneten Besitz suchen Steichele-Schröder 2, 465, denen Arbinger folgt, in 86504 Hochdorf (Merching) [LK Aichach-Friedberg], da für die Hegnenberger dort auch anderer Besitz bezeugt ist, allerdings erst im 14. Jh. Dem widerspricht die Schreibweise des Namens im 12./13. Jh., vgl. Wallner, Siedlungsgeschichte Nr. 753, der für Hochdorf (Hohendorf) unseren Beleg nicht in Anspruch nimmt. Vor allem aber besitzt Dießen nach der ältesten Besitzliste, also nur wenige Jahre nach 1241, ein Gut in 82319 Hadorf (Starnberg) [LK Starnberg], dessen Erwerb sonst nicht nachgewiesen werden kann (vgl. Urb. 58), während Besitz in Hochdorf nicht erwähnt wird, Auch führt die Güterliste von Di Lit. 5 p. 160 die Hube in Heedorf auf eine Schenkung im Traditionsbuch zurück, wofür aber einzig die vorliegende in Frage kommen kann. Die im Text erwähnten Feindseligkeiten sind auf die Kämpfe der Wittelsbacher mit den Andechs-Meraniern zurückzuführen, vgl. die Verweise in Tr. 32, besonders Kraft, Studien S. 405 ff.



    Die ersten 5 Zeugen sind dem Konvent von 82405 Wessobrunn [LK Weilheim-Schongau], die Zeugen 9-12 dem von Dießen zuzurechnen.



    Die Familie Vertinch gehört nach 86511 Schmiechen [LK Aichach-Friedberg], vgl. Oefele, Andechs S. 52 Anm. 28. Die beiden Brüder von Waglinshusen sind eher auf 82269 Walleshausen (Geltendorf) [LK Landsberg am Lech] als auf 82057 Wadlhausen (Icking) [LK Wolfratshausen] zu beziehen, vgl Wallner, Siedlungsgeschichte S. 94 Nr. 1047.




  13. Fried, Landgericht Landsberg und Pfleggericht Rauhenlechsberg, Bde. 22–23.




  14. Wenn Engelshalk verspricht, das Kloster sogar gegen die Männer seines eigenen Lehnsherrn, des Herzogs von Bayern, zu verteidigen, dann muß er eine bemerkenswerte Machtposition besessen haben.




  15. Kloster 87727 Klosterbeuren (Babenhausen) [LK Unterallgäu] scheint keine Verbindung zu den sonstigen genannten zu haben.


    86941 Beuerbach (Weil) [LK Landsberg am Lech] läge nahe an 86931 Winkl (Pittriching) LK Landsberg am Lech] und 86492 Egling an der Paar [LK Landsberg am Lech]




  16. 82544 Egling [LK Bad Tölz-Wolfratshausen] hat das Geschlecht der Eglinger. Der Wolfratshausener Richter Rapoto übergab 1246-1271 zwei Güter. in „humpach und „purren“ (wohl 83623 Humbach (Dietramszell) [LK Bad Tölz-Wolfratshausen] und womöglich beim Augustiner-Chorherren-Kloster 82547 Beuerberg (Eurasburg) [LK Bad Tölz-Wolfratshausen]). Ein Zeuge war dabei ein Heinricus de Endelhusen (vermutlich Heinrich von 82544 Endlhausen (Egling) [LK Bad Tölz-Wolfratshausen]).


    [Benediktbeurer Urkunde „Num X. Sub Abbate Heinrico II.“ Monumenta Boica / 7. [Monumenta Benedicto-Burana ; Monumenta Ettalensia ; Monumenta Wessofontana ; Monumenta Weyarientia], 81]



    86492 Egling an der Paar [LK Landsberg am Lech] liegt nahe der vorher erwähnten Orte und auch nahe an einem Ort „Winkl“ (86931 Winkl (Pittriching) LK Landsberg am Lech]) und ist daher auch möglich – auch wenn dort kein Burgstall nachweisbar ist.



    Ein Heinrich von Eglingen des 14. Jhr. wird heute verortet aus

    möglicher Herkunftsort

    Entfernung von Wessobrunn


    72531 Eglingen (Hohenstein) [LK Reutlingen] (


    150 km


    89584 Ehingen [LK Alb-Donau-Kreis] (Burg Wartstein)


    125 km


    89561 Eglingen (Dischingen) [LK Heidenheim] – Ministerialen der Grafen von Oettingen


    120 km







  17. Groß, Chronik von Fürstenfeldbruck, 114 schreibt unter Berufung auf die handschriftlichen Notizen des „Geistlichen Rates Geiß“ (die verschollen sind) “Ein Gerwicus de Phephingen war um die Jahre 1224 bis 1242 Mönch zu Dießen. Das könnte eine Nähe zu Dettenschwang ergeben.


    Ansonsten gäbe es sehr viele Pfaffing-Orte, wie z. B. 83123 Pfaffing (Amerang) [LK Rosenheim]




  18. 83607 Winkel (Holzkirchen) [LK Miesbach] läge zu abseits zu den übrigen genannten Orten.


    86931 Winkl (Pittriching) [LK Landsberg am Lech], was wiederum nahe bei 86492 Egling an der Paar [LK Landsberg am Lech] liegt und wie Dettenschwang am Lechrain. Streichele, Das Bistum Augsburg, historisch und statistisch beschrieben / 2. Die Landkapitel : Agenwang, Aichach, Baisweil, Bayer-Mänching, Burgheim, 557 nennt eine weitere Urkunde, in der Heinrich von Winkel bei der Beerdigung Heilwigis von Althegnenberg in Wessobrunn zugegen war.




  19. Fried, Landgericht Landsberg und Pfleggericht Rauhenlechsberg, 22–23:141.


    Rund 50 Jahre vorher hatte der Edle Heinrich von Stoffen-Landsberg 1992 einen Wessobrunner Hof in Weil inne, was Weil als Lokalisierung von Zeuge #27 plausibler macht. Fried, Landgericht Landsberg und Pfleggericht Rauhenlechsberg, 22–23:110. Die Edelfreien von Stoffen waren mindestens bis 1192 Vögte von Wessobrunn.




  20. Rauenlechsberg verfügt über einen Burgstall und liegt im Raum Dettenschwang/Weilheim. 1298 erwarben die Seefelder die Burg. Fried, Landgericht Landsberg und Pfleggericht Rauhenlechsberg, 22–23:203.Bereits im Jahr 1225 testiert er zusammen mit seinem Bruder Cunradus Buchner, Das öffentliche Gerichtsverfahren in bürgerlichen und peinlichen Rechtsvorfallenheiten…, 352..


    1241 lag die eigentliche Siedlung von 86956 Lechberg (Schongau) vermutlich noch im heutigen Altenstadt. Ob es am Lechberg im heutigen Schongau da schon eine Siedlung gab, ist zu klären. Dieser Ort käme aber für eine Lokalisierung in Frage.


  21. post-7796-footnote-


    Wallner, Altbairische Siedelungsgeschichte in den Ortsnamen der Ämter Bruck, Dachau, Freising, Friedberg, Landsberg, Moosburg und Pfaffenhofen, 94 (Nr. 1047). Mit Burgstall „Purzelberg“.




  22. Erst 1248 starb Otto VIII., der letzte Graf von Andechs. 1241 kann es also noch Ministerialen von Andechs gegeben haben.




  23. Wenn Hainricus von Geruͤt stammt, dann war das mehr als eine Rodung, sondern ein abgegangener Weiler. In der Nähe findet sich kein Ort mehr mit „Kreut“ oder „Reut“.




  24. Eine Reihe der Laienzeugen taucht in Dießen sonst nicht mehr auf. Sie sind aus Gegenden nördlich des Bereiches Dießener Interessen. Der Tradent ist daher wohl zur wittelsbachischen Ministerialenfamilie von Vohburg zu rechnen, vgl. Heigel-Riezler, Herzogtum S. 299 und Weißthanner, Tr. Schäftlarn 218 Vorbem. Daher wird auch Ulrich von Hausen auf von 82297 Hausen bei Hofhegnenberg (Steindorf) [LK Fürstenfeldbruck] bezogen.


    85290 Schillwitzhausen (Geisenfeld) [LK Pfaffenhofen an der Ilm] [südlich von Rockolding] scheidet wohl aus, da der Beiname Schilwaz sonst kaum fehlte, vgl. p. 13. Thiel-Engels, Die Traditionen, Urkunden und Urbare des Klosters Münchsmünster, QE NF 20 (1961), 339 mit Verweisen,




  25. V̊lrici de Husen testierte auch für Freising zusammen mit


    85368 Moosburg a.d.Isar


    Chunradi de Moseburch


    85414 Helfenbrunn (Kirchdorf an der Amper)


    Heinrici de Erpfenbrunne


    93345 Tollbach (Siegenburg)


    Ulrici de Talbach


    [???]


    Hainrici de Wigelhaim


    [???]


    Eberhardi de Umkoven


    85417 Marzling [???]


    Nudungi de Matzenbruke


    82281 Unterschweinbach (Egenhofen)) [???]


    Hainrici de Svaimbach



    Also größtenteils aus dem Raum nördlich von Freising. Falls man „Svaimbach“ mit „Unterschweinbach“ gleichsetzt (und das „m“ erscheint im heutigen umgangssprachlichen Ortsnamen „Schoambach“), dann könnte dieser V̊lrici de Husen auch im Althegenberger Raum aktiv gewesen sein. [Meichelbeck, Tomi II. Pars Altera Instrumentaria : In qua Plùs quàm quadringenta Instrumenta Pontificum, Cardinalium, Metropolitanorum, Episcoporum, Abbatum, Canonicorum: item Imperatorum, Regum, Archiducum, Ducum &c. ad hunc alterum Tomum pertinentia recensentur, 10 (Num. XVIII).]



  26. Der hier übereignete Besitz steht schon in der ältesten Besitzliste, vgl. Urb. 63. —



    Zu den Andechser Ministerialen Schürfeisen von 82515 Wolfratshausen [LK Bad Tölz-Wolfratshausen] vgl. Oefele, Andechs, S. 54 mit Anm. 60.


    Die Brüder Heinrich und Konrad von Egling sind wohl der Familie der Krug zuzuzählen, von der sich zu dieser Zeit mehrere Mitglieder nach 82544 Egling [LK Bad Tölz-Wolfratshausen] nennen, vgl. Tr. 57, Acht, Tr. Tegernsee S. 348 und Weißthannner, Tr. Schäftlarn 111 Vorbem. [Schlögl nennt hier ein „Egling LK Landsberg“. Das ist aber nicht bekannt. Es dürfte sich um einen Schreibfehler handeln; gemeint war wohl „Egling LK Wolfratshausen“.]


    Ortolf von Seisinhusen darf als identisch mit Ortolf von Sӕnsenhusen in Tr. 38 angesehen werden. Zweifellos kann er auf 82544 Sachsenhausen (Egling) [LK Bad Tölz-Wolfratshausen], bezogen werden, wo Andechser Ministerialen saßen (vgl. Oefele, Andechs S. 54 Anm. 49 und Schnell, Münsing S. 280 f.).


    Die Zuweisung des Ulrich von Perin nach 85604 Pöring (Zorneding) [LK Ebersberg] ist wahrscheinlich, vgl. Puchner, Ebersberg S. 297 und Acht, Tr. Tegernsee 257 Vorbem. Doch kann seine Benennung nach 86899 Pöring (Landsberg am Lech) [LK Landsberg am Lech] nicht völlig ausgeschlossen werden, vgl. Wallner, Siedlungsgesch. Nr. 368. [86899 Pöring verfügt über ein Schloß, 85604 Pöring einen Burgstall.]




  27. Ein Ortwinus de Zaizmanigen hat 1173-1204 sein Gut in „Milingen“ an das Kloster Dießen gegeben. [[Monumenta Raitenbuchensia ; Monumenta Diessensia ; Monumenta Bernriedensia ; Monumenta Scheftlariensia ; Monumenta Andecensia], 134.]


    In TR Beyhartingen #2 und #4 testieren ein „Engilmar de milingen“ und ein „Dietmar de milingen“. Das könnte das nahe 83104 Mailing (Tuntenhausen) [LK Rosenheim] sein.



    In M. B. 8 S. 141 testiert Oulricus de Milingen erneut zusammen mit einm Gottschalk von Widdersberg, Griffo von Undawe [???], Otto von Etterschlag, Swicardus von Droezzelingen [???], Eberhard von Schondorf, Otto von Windach. Das stellt in den Bereich um das Nordende des Ammersees (Schloß Milfelden / 82211 Mühlfeld. oder 86938 Aumühle (Schondorf am Ammersee)?.


    87459 Meilingen (Pfronten) [LK Ostallgäu] liegt etwas entfernt




  28. auch 82490 Farchant [LK Garmisch-Partenkirchen] käme in Frage [Monumenta Raitenbuchensia ; Monumenta Diessensia ; Monumenta Bernriedensia ; Monumenta Scheftlariensia ; Monumenta Andecensia], 141.




  29. Urbar Bayern-Herzogtum Nr. 1238 schreibt 1231-1234: „Paevl“ [zitiert nach Reitzenstein, Lexikon bayerischer Ortsnamen.]


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