übersetzt von KI, bearbeitet von Ulrich Bähr
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TR Dießen 1114-1363
Traditionen TR 16a, 21, 27, 28, 57, 59, 60, 66 von Kloster Dießen
Bibliographische Angaben
Betreff
Traditionen des Klosters Dießen
Originalurkunde
Laufzeit: 1114-1363
Signatur:
Seite:
Übersetzung: nicht online
Faksimile: nicht online
URN:
OCR / Transkription: nicht online
Edition
Titel: Waldemar Schlögl: Die Traditionen und Urkunden des Stiftes Diessen – 1114-1362. Beck-Verlag, 1967.
Signatur:
Seite: TR 16a, 21, 27, 28, 57, 59, 60, 66
(die die Orte im Landkreis Fürstenfeldbruck betreffen)
Edition-URN:
Faksimile: nicht online
Faksimile-URN: –
OCR / Transkription: nicht online
Weitere Edition
Oefele, Rer. Boic. SS 2, 699 Nr. 92
Hinweis
In diesem Text werden Teile der Erläuterungen von Schlögls Edition wiedergegeben. Für eine ernsthafte Betrachtung der Dießener Traditionen sollte man unbedingt die Original-Edition von Schlögl zu Rate ziehen, da sie deutlich mehr Informationen enthält.
Schlögls Anmerkungen und Fußnoten wurden mit aktuellen Ortsdetails (Landkreis, Postleitzahl) aktualisiert, ansonsten aber unverändert übernommen.
Eigene Anmerkungen sind eingerückt und farbig markiert.
Abbildung 1 Stich des Klosters Dießen von Michael Wening (um 1700)
Transkription und Übersetzung
TR 16a
a–h) Verzeichnis von Zinspflichtigen in
82131 Oberbrunn (Gauting) [LK Starnberg] / 82131 Unterbrunn (Gauting) [LK Starnberg]
86911 Dießen am Ammersee [LK Landsberg am Lech],
82237 Etterschlag (Wörthsee) [LK Starnberg],
85235 Egenburg (Pfaffenhofen an der Glonn) [LK Friedberg],
82211 Herrsching am Ammersee [LK Starnberg],
82211 Widdersberg (Herrsching am Ammersee) [LK Starnberg],,
86942 Schwabhausen bei Landsberg (Weil) [LK Landsberg am Lech] und
86857 Hurlach [LK Landsberg am Lech].
(etwa 1140-1157 Mai 2)[1]
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TR 21
a) Graf Heinrich II. von 82515 Wolfratshausen [LK Bad Tölz-Wolfratshausen] übereignet durch den Edlen Udalschalk von 82393 Iffeldorf [LK Weilheim-Schongau] seinen
gesamten Besitz in 86911 Dießen am Ammersee [LK Landsberg],
Fischrechte im Ammersee,
den Wald zwischen Dießen und 82383 Hohenpeißenberg [LK Weilheim-Schongau],
Jagd- und Fischrechte an und in den Flüssen Ammer und Rott,
vier Höfe in 86504 Merching [LK Friedberg-Friedberg],
seinen Besitz in 86949 Oberwindach (Windach) [LK Landsberg am Lech],
86939 Oberschondorf (Schondorf) [LK Landsberg am Lech],
82272 Luidenhofen (Moorenweis) [LK Fürstenfeldbruck] sowie
die Burg Sconenberch[3] (abg. südwestl. Dießen in 86911 Sankt Georgen (Dießen) [LK Landsberg am Lech]) mit dem
benachbarten Hügel Iringsberch (heute Schatzberg südl. Dießen) und dem
angrenzenden Gebiet bis 86911 Wengen-St. Georgen (Dießen) [LK Landsberg am Lech]
und schließlich seinen Besitz in 39100 Bozen [Region Trentino-Südtirol].
1158 Mai 1

Abbildung 2 Die Lage von Schönenberg (nördlich) und Schatzberg (südlich) bei Wengen
[Karte: Bayerische Vermessungsverwaltung. CC BY 4.0]
b) Derselbe übereignet durch Gottfried von 82387 Antdorf [LK Weilheim-Schongau]
ein Achtel seiner Saline in 83435 Bad Reichenhall [LK Berchtesgadener Land].
1158 Mai 1[4]
Diese Urkunde ist einer der Grundsteine für den Aufstieg des Klosters Dießen zu einem der bedeutendsten Stifte in Bayern.
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Abbildung 3 Burgstall von Schallenkam (nicht zu verwechseln mit dem Burgstall 750 m weiter südlich) [Karte: Bayerische Vermessungsverwaltung. CC BY 4.0]
Gramannus, qui et W̊lfwinus dicitur de W̊lfratehusin, |
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TR 27
Bischof Otto II. von Bamberg übereignet Besitz in 9843 Großkirchheim [Bezirk Spittal an der Drau, Bundesland Kärnten], den er von Albert Zollo von 82287 Pfaffenhofen (Jesenwang) [LK Fürstenfeldbruck] gekauft hatte.
(1182 Oktober 12)
Derselbe übergibt durch seinen Bruder, Markgraf Bertold II. (von Andechs), seinen Besitz in 82343 Maising (Pöcking) [LK Starnberg] mit vier Höfen, drei Mühlen samt dem dazugehörigen Flußlauf, der Kirche und dem in der Nähe liegenden Wald Anhart, außerdem die Kirche in 86511 Schmiechen [LK Aichach-Friedberg], die Kapelle in 86504 Brunnen (Merching) [LK Aichach-Friedberg], sowie einen Kelch und mehrere liturgische Gewänder.
(1182 Oktober 12)[8]
Bischof Otto II. von Bamberg stammte aus dem Hause Andechs (den Gründern von Dießen). Das erklärt, warum er sein “Hauskloster” großzügig ausstattet.
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TR 28
a) Heinrich von 82418 Hagen (Riegsee) [LK Garmisch-Partenkirchen] [???] schenkt Besitz in 82319 Söcking-Starnberg [LK Starnberg], 82237 Etterschlag (Wörthsee) [LK Starnberg] und 82237 Schluifeld (Wörthsee) [LK Starnberg].
b) Mathilde, die Schwester des Vorgenannten, übereignet einen Hof in 86923 Finning [LK Landsberg am Lech] (Ober oder Unterfinning???).
c) Rahewin von 82418 Hagen (Riegsee) [LK Garmisch-Partenkirchen] [???] übergibt eine Hube in 82208 Unterhaching (LK München).
(1182—etwa 1206)[11]
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Abbildung 4 Wappen der Familie Piberkar [Johann Franz Freising: Wappenbuch des bayerischen Adels, 1693]
TR 57
Engelschalk von 82278 Althegnenberg [LK Fürstenfeldbruck] übereignet als Wiedergutmachung für dem Stift zugefügten Schaden die Hälfte eines Hofes und den Neubruch Geruͤt in 82319 Hadorf (Starnberg) [LK Starnberg] und gelobt, das Stift künftig gegen alle Unbilden zu verteidigen.
82405 Wessobrunn [LK Weilheim-Schongau] 1241 Juni 3[12]

Abbildung 5 Lokalisierte Herkunftsorte der Zeugen
42 Zeugen für die Übergabe eines halben Hofes in Hadorf und eines Weilers sind beachtlich. Aus dem Umkreis von Hadorf erscheinen kaum Zeugen, fast alle Zeugen kommen aus dem Bereich südlich des Tradenten (Althegnenberg) und nördlich des Urkundsortes (Wessobrunn). Das läßt vermuten, daß Hadorf nur als Erinnerungspfand diente. Entscheidend war das Schutzversprechen für das Kloster Dießen.
Der Zweig der Wittelsbacher um Ludwig I. wechselte nach dem Attentat ihres Verwandten Otto VIII (1208) in das Lager der Staufer und agitierte gegen die Welfen. Die vermögenden und einflußreichen Hegnenberger/Haldenberger/Wildenrother waren ursprünglich welfische Ministerialen, die im 13. Jhr. auch an die Seite des staufischen Kaisers Friedrich II. wechselten[13].
Dießen war der Ursprung der Andechs-Meranier, die 1241 deutlich im Niedergang waren. Die Stadt und das Kloster Dießen hatten ihre ursprüngliche Schutzmacht verloren und wurden von Wittelsbachern und ihren Gefolgsleuten bedrängt. Im Zuge dieser Auseinandersetzungen kam es offenbar zu „dem Schaden“, den das Kloster Dießen erlitt. Wir sehen hier also eine Art Friedensvertrag der Wittelsbacher-Treuen mit dem Kloster Dießen. Deshalb wurden wohl so viele Ministerialen aus dem weiteren Umkreis von Dießen geladen. 1248 übergaben die Andechser den Markt Dießen dann doch an die Wittelsbacher.
1221 garantierte der Staufer Friedrich II. dem Kloster Wessobrunn kaiserlichen Schutz. Die Urkunde wurde somit in einem Kloster der Staufer-Seite ausgestellt, was ihre Wirksamkeit sicher verstärkte.
Vor diesem Hintergrund erscheint diese Tradition somit nicht wie eine klassische Sühneleistung mit der sich Engelschalk Vergebung und den künftigen Frieden beim Kloster 86911 Dießen am Ammersee [LK Landsberg am Lech] erkauft – am Tag der Beisetzung seiner Frau.
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TR 59
Marquard von 85088 Vohburg an der Donau [LK Pfaffenhofen an der Ilm] übergibt Adelheid, die Frau Ulrichs von 82297 Hausen bei Hofhegnenberg (Steindorf) [LK Fürstenfeldbruck][???], und ihre Nachkommenschaft.
(1242 Januar-1247 Februar 7)[24]
Der Herr Gerung von Hausen erschien mit Sohn und Enkel. Aus dem gleichen Ort erschienen noch Marquard und Volkmar. Der Hauptbetroffene Ulrich von Hausen ist erstaunlicherweise nur vorletzter Zeuge. War Ulrich von Hausen womöglich nicht mehr in der Lage die Pflege für seine Frau zu leisten und sein Grundherr kümmerte sich um eine „Pflegestelle“ im Kloster Dießen?
Andererseits: Mit dem Propst, dem Kustos (Wächter/Schatzmeister) und dem Scholastikus (Lehrer) ist die gesamte Führungsebene des Stifts Dießen anwesend, was die rechtliche Wichtigkeit unterstreicht.
Bei einem „Dominus“ Gerung von Hausen würde man eine Burg als Wohnort erwarten. Bei Hausen bei Hofhegnenberg ist aber kein Burgstall bekannt – und wäre auch nicht zu erwarten in unmittelbarer Nähe zu Hofhegnenberg. Beide Orte gehen praktisch ineinander über. Apian erwähnt in seiner Declaratio auch keinen Adelssitz (wie er es z. B. in Steinbach und Hofhegnenberg tut). Das spricht eher dafür Gerungs Hausen woanders zu lokalisieren – womöglich im Donauraum. Es gibt allerdings nur sehr wenige Orte mit -hausen, die auch Adelssitz waren. Odelzhausen ist ein rares Beispiel (das aber in Urkunden nie ohne Bestimmungswort erscheint).
Kloster Dießen war am Ende zumindest Grundherr von 5 Höfen in Hausen bei Hofhegnenberg. Aber letztlich gibt es sehr viele Hausen-Orte, die 1242 wittelsbachisch waren. Die Lokalisierung ist keinesfalls gesichert.
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TR 60
Rudolf Schürfeisen (Wolfratshausen Obb.) übergibt einen Hof in 82110 Wandlheim (Germering) [LK Fürstenfeldbruck] mit dem dazugehörigen Kolonen Werner.
(1242 Januar-1247 Februar 7)[26]
Die meisten Zeugen können überzeugend in den Raum 82544 Egling lokalisiert werden. Daher überrascht, daß Schlögl „Andelhaim“ in 82110 Wandlheim (Germering) lokalisiert. Dafür spricht eigentlich nur der Zeuge V̊lricus de Milingen, der offenbar auch im Raum Ammersee testiert. Somit könnte „Andelhaim“ durchaus auch im Raum Egling zu suchen sein, z. B. in 82544 Attenham (Egling) [LK Bad Tölz-Wolfratshausen].
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TR 66
Propst Konrad von Dießen kauft von Mathilde von 83043 Bad Aibling [LK Rosenheim] einen Besitz in 82237 Etterschlag (Wörthsee) [LK Starnberg].
(1254 März 17 —1258 März 21)
Es handelt sich nicht um eine reine Schenkung, sondern um einen Rückkauf durch den Propst, der das Gut anschließend feierlich dem Altar (und damit dem Klosterbesitz) widmet.
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Erläuterungen
Begriffe
Genus: Bedeutet “Geschlecht”, “Familie” oder “Sippe”.
Apud nos: Heißt wörtlich “bei uns”. Das bezieht sich darauf, dass diese Familie entweder direkt im Klosterort ansässig war oder in einem besonders engen rechtlichen Verhältnis zum Kloster Dießen stand.
Cultis et incultis: Eine juristische Standardformel in mittelalterlichen Urkunden. Sie stellt sicher, dass wirklich alles – vom gepflügten Feld bis zum Sumpf oder Ödland – in den Besitz des Klosters übergeht, damit es später keine Grenzstreitigkeiten gibt.
Maße
Decem iugera: Ein Iugerum (Joch oder Jauchert) war das Maß an Land, das ein Bauer an einem Tag bearbeitete.
Purkmezz (also: „Burg-Maß“): Ein lokales Hohlmaß für Getreide, das speziell für Abgaben an eine Burg oder ein befestigtes Stift (wie Dießen) verwendet wurde.
Regensburger Pfennige: Dies war damals eine der stabilsten und weitverbreitetsten
Literatur
Buchner, Andreas. Das öffentliche Gerichtsverfahren in bürgerlichen und peinlichen Rechtsvorfallenheiten… Palm und Enke, 1825.
Fried, Pankraz. Landgericht Landsberg und Pfleggericht Rauhenlechsberg. Bde. 22–23. Historischer Atlas von Bayern, I. Komm. für Bayerische Landesgeschichte, 1971.
Groß, Jakob. Chronik von Fürstenfeldbruck. J. B. Miller, 1877. https://books.google.de/books?id=qLAtYJIXO-gC&hl=de.
Meichelbeck, Carl. Tomi II. Pars Altera Instrumentaria : In qua Plùs quàm quadringenta Instrumenta Pontificum, Cardinalium, Metropolitanorum, Episcoporum, Abbatum, Canonicorum: item Imperatorum, Regum, Archiducum, Ducum &c. ad hunc alterum Tomum pertinentia recensentur. Historiæ Frisingensis : Quinque Ab Adventu S. Corbiniani I. Episcopi Sæcula, Seu Res Ab Anno Christi DCCXXIV. Usque Ad Ann. MCCXXIV. Frisingæ Gestas Exhibens. Augsburg, 1724.
Monumenta Boica / 7. [Monumenta Benedicto-Burana ; Monumenta Ettalensia ; Monumenta Wessofontana ; Monumenta Weyarientia]. Bayerische Akademie der Wissenschaften Verl. der Königlichen Akad., 1766. http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb10721501-9.
[Monumenta Raitenbuchensia ; Monumenta Diessensia ; Monumenta Bernriedensia ; Monumenta Scheftlariensia ; Monumenta Andecensia]. Monumenta Boica 8. Bayerische Akademie der Wissenschaften, 1767. https://www.bavarikon.de/object/bav:BSB-MDZ-00000BSB10334132?p=26&cq=Milingen&lang=de.
Reitzenstein, Wolf-Armin. Lexikon bayerischer Ortsnamen: Herkunft und Bedeutung; Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz. Beck, 2006.
Streichele, Anton von. Das Bistum Augsburg, historisch und statistisch beschrieben / 2. Die Landkapitel : Agenwang, Aichach, Baisweil, Bayer-Mänching, Burgheim. Augsburg, 1861. http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb10799707-3.
Wallner, Eduard. Altbairische Siedelungsgeschichte in den Ortsnamen der Ämter Bruck, Dachau, Freising, Friedberg, Landsberg, Moosburg und Pfaffenhofen. Reprint 2019. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2019. https://doi.org/10.1515/9783486748994.
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Die Datierung ergibt sich, einerseits aus der Stellung in CA1, da Tr. 17 unmittelbar in gleichzeitigem Eintrag folgt und so den Endpunkt der zeitlichen Fixierung angibt, andererseits aus dem paläographischen Befund, der einen allzuweit vor der Mitte des 12. Jh. liegenden Zeitpunkt verbietet.
Die Liste ist unvollständig. Dies zeigt sich in dem Fehlen der in Tr. 2 und 13 übereigneten Zensualen. Die Namen der in Tr. 11 und 14 überstellten Zinspflichtigen sind zu allgemein verbreitet, als daß eine Zuweisung möglich wäre. Da sich demnach keine der vor Tr. 17 an Dießen gegebenen Personen nachweisen läßt, ist auf diesem Weg eine Datierung ausgeschlossen. Vielleicht handelt es sich wenigstens zum Teil um Zensualen aus der Gründungsausstattung des Stiftes.
Die Zuweisung zu 82131 Ober-/Unterbrunn (Gauting) [LK Starnberg] wird durch die Größe des dort bereits in der ältesten Güterliste nachgewiesenen Besitzes (vgl. Urb. 33, 34) ebenso nahegelegt wie durch die Tatsache, daß der später zu 86504 Brunnen (Merching) [LK Aichach-Friedberg] belegte Besitz einwandfrei und lückenlos erst nach Jahrhundertmitte als geschenkt nachzuweisen ist, vgl. Urb. 198.
Die Sippe des Ratold dürfte zur familia des Stiftes zu zählen sein.
Die Aufzählung der unter d—f angeführten Namen ist als Einschub zu betrachten, was ausParagraphenzeichen am Anfang und Ende hervorgeht. Dabei steht die Ortszuweisung nach dem Namen der entsprechenden Zensualen. Die Abtrennung ist jedesmal durch ein weiteres Paragraphenzeichen angedeutet und scheint somit gesichert.
Zum Grundbesitz in Dießen vgl. Urb. 322, zu dem in Etterschlag Urb. 39.
In 85235 Egenburg (Pfaffenhofen an der Glonn) [LK Friedberg], dessen Deutung nach Wallner, Siedlungsgesch. Nr 1353 erfolgt, ist kein Stiftsbesitz bezeugt.
Ebensowenig in 86857 Hurlach [LK Landsberg am Lech] und 86942 Schwabhausen bei Landsberg (Weil) [LK Landsberg am Lech].
Unter Plattenstein ist zweifellos die Burg bei 82211 Widdersberg (Herrsching am Ammersee) [LK Starnberg] am Plattenstein zu verstehen, vgl. die Verweise bei Weißthanner, Tr. Schäftlarn 410 Vorbem. ↑
am Widdersberger Weiher nordwestlich von Widdersberg ↑
Philipp Apian nennt einen Wald „Schonperg U.“ in 86911 Sankt Georgen (Dießen) [LK Landsberg am Lech]. Die Burg befand sich auf dem später abgetragenen „Burgberg“, südlich der heutigen Burgwaldstraße [Beiblatt zur 17. Landtafel]. In seiner Declaration Tabulae Bavarica schreibt er „Hinc [Dießen] ad meridiem in sylva Schonperg nuncupata duarum arcium in collibus vestigia visuntur, quorum primum Pürg appellatur, alter Horle.“ Im Wald namens Schönberg finde man also die Spuren zweier Burgen auf den Hügeln, von denen die erste Pürg [also der nördlichere Schönenberg am Burgberg] und die andere Horle [der südlichere Schatzberg / Iringsberg] heißt. ↑
Die dieser Notiz zu Grunde liegenden, durch die Verschiedenheit der Salmänner getrennten Rechtsgeschäfte wurden, wie der Text selbst und die Subsumierung unter eine Zeugenliste beweisen, am selben Tag vorgenommen. Sie bilden die umfangreichsten Schenkungen in der Reihe testamentarischer Vergabungen Heinrichs II. von Wolfratshausen, vgl. die Nachweise in Tr. 16 Vorbem.
Das Datum der Tradition entspricht nach der Dießener Überlieferung dem Todestag Heinrichs II. (vgl. dazu Oefele, Andechs S. 26 Nr. 27). Da jedoch der Graf tatsächlich genau ein Jahr früher starb (Nachweise bei Oefele a.a.O. und Dungern, Handbuch S. 22 Nr. 38), kann die Notiz nicht die Schenkung selbst, sondern nur ihre Auflassung durch die Salmänner darstellen. Denn ein Irrtum in der Datierung der Tradition so kurz nach dem Tode des Tradenten ist unwahrscheinlich; überdies finden sich z. B. in Tegernsee für die unter den gleichen Umständen erfolgte Schenkung für Tradition und Auflassung getrennte Aufzeichnungen, vgl. dazu Acht, Tr. Tegernsee 290 Vorbem., und Weißthanner, Tr. Schäfllarn 93 Vorbem. Es dürfte demnach das falsche Datum der Dießener Überlieferung (MG Necr. 1, 17 zu Mai 2) aus dem Traditionsbuch stammen, wie schon Oefele a. a. O. vermutet.
Zum übereigneten Besitz vgl. Urb. 322, 199, 227, 217 ff., 308 und 210. Über die Schönenburg siehe Landsberger Geschichtsblätter Jg. 1 (1902), 49 ff., Schweizer, Die Burg der Grafen von Dießen, Ammersee-Heimatblätter Jg. 2 (1926), 36-39 und zuletzt derselbe, Flurnamen Nr. 944. Ihre Identifizierung mit dem Burgberg, etwa 2,5 km südwestlich von Dießen, ist durch noch zu Anfang des 20. Jh. vorhandene Trümmer gesichert.
Zur Deutung des Wortes iuga als „Ackerland“ vgl. Schweizer, Flurnamen Nr. 1107. Doch ist diese Interpretation keineswegs sicher, da die einzig mögliche Lage des Ackerlandes der Richtungsangabe in der Notiz gerade entgegengesetzt wäre. Die Übersetzung mit „Höhen” kann auf Grund des Geländebefundes ausgeschlossen werden, da die Gegend vorn Fuß des Burgberges bis Wengen, rund 750 m, nur wenige Meter ansteigt, von Höhen (Plural!) also keine Rede sein kann. Wahrscheinlich ist das Wort iuga hier ganz allgemein, etwa in der Bedeutung eines Flächenmaßes gebraucht und steht für Gebiet. Der in Frage stehende Besitz dürfte in den Wiesen und Weiden zu suchen sein, die 1361/63 in dieser Gegend aufgezählt werden, vgl. Urb. 352-355, 370 ff. (auch Schweizer in den Ammersee-Heimatblättern S.38).
Zu Iringsberch (heute Schatzberg) siehe Schweizer, Flurnamen Nr.547.
Der Besitz in Luidenhofen ist 1363 nicht mehr nachweisbar.
Über die Salzanteile Dießens siehe Tr. 16 Vorbem.
Zum Tod des Grafen Otto VI. am 10. November 1136 siehe Riezler, Geschichte Baierns Bd. 1, 2 (1927), 244 ff., vgl. auch die Verweise bei 7’r.8 Vorbem. über die Edlen von Weilheim zuletzt Gewin, Blüte und Niedergang hochadliger Geschlechter im Mittelalter, 1955, S. 38 ff., 118 f. und 1511. Zu den Edlen von Antdorf siehe Weißthanner, Tr. Schäftlarn 93 Vorbem., zu denen von Iffeldorf Oefele, Andechs S. 49 Anm. B. Die im Text a erwähnte Schenkung an St. Ulrich und Afra in Augsburg erfolgte zur selben Zeit und ebenfalls als testamentarische Vergabung, vgl. MB 22, 76 und Oefele, Andechs Nr. 322. ↑
Benediktinerkloster St. Ulrich und Afra in Augsburg ↑
Dießen hatte mindestens ab 16 Jhr. Besitz 86949 Steinebach. Andererseits zählte 82237 Steinebach zum Andechser Herrschaftsbereich, zu dem auch die Wolfratshausener zählten. ↑
Da Bernhard von Kirchheim zwei Zeugen davor genannt wird, könnte es dieses
85551 Hausen (Kirchheim bei München) [LK München] sein. Schlögel identifiziert es in TR 27 auch mit 85551 Kirchheim. Es kämen auch in Frage:
86971 Hausen (Peiting) [LK Weilheim-Schongau]
82131 Hausen (Gauting) [LK Starnberg],
82409 Hausen (Wildsteig) [LK Weilheim-Schongau],
82297 Hausen bei Althegnenberg (Steindorf) [LK Aichach-Friedberg],
82269 Hausen bei Geltendorf (Geltendorf) [LK Landsberg am Lech], ↑
Über den Umfang und die genaue Lokalisation der Güter in Kärnten und ihre späteren Schicksale siehe Urb. 67. Der Vorbesitzer Albert Zollo, nach Heigel-Riezler, Das Herzogtum Bayern zur Zeit Heinrichs des Löwen und Ottos I. von Wittelsbach, 1867, S. 268 Ministeriale der Grafen v. Dachau, dürfte die Güter nur zu Lehen gehabt haben und mußte abgefunden (vgl. auch Epitaphium f. 57). Jedenfalls steht fest, daß die Andechser in Kärnten Hausgüter (propria) besessen haben, vgl. Oefele, Andechs S. 70 Anm. 1.
Zum Besitz in 82343 Maising (Pöcking) [LK Starnberg] vgl. Urb. 48, 277 und 417. Seine Lokalisation steht durch spätere Benennung (Di Lit. 5 p. 175) und die Reihenfolge in CB fest,
während ihn Baumann in MG Necr. 1, 757 fälschlich, wohl Dalll’Abaco in Cgm 1769, 2 p. 17 folgend, auf 82541 Münsing [LK Bad Tölz-Wolfratshausen] bezieht.
In dem übereigneten Flußlauf darf wohl der Maisingerbach erkannt werden, vgl. Eisenmann-Hohn, Topo-geographisch-statistisches Lexikon vom Königreich Bayern 2 (1832), 50.
Zur Kirche in 86511 Schmiechen [LK Aichach-Friedberg] vgl. Urk. 10 und Di Lit. 5 p. 240. Sie fehlt im Urbar von 1362/63, da der ganze Besitz in Schmiechen 1306 zur Oblei geschlagen wurde, vgl. Urk. 76.
Die Kapelle in 86504 Brunnen (Merching) [LK Aichach-Friedberg] ist auf den Ort gleichen Namens der Gem. Merching zu beziehen, da Urk. 10 diese Kapelle als zur Kirche in Schmiechen gehörig bezeichnet. Auch fügt Epitaphium f. 57 a’ der Erwähnung der Kirche in Schmiechen die der Kapelle in Brunnen mit ibidem an. Demnach scheiden die anderen noch in Frage kommenden Brunnen-Orte, 82131 Unterbrunn (Gauting) [LK Starnberg] und 82131 Oberbrunn (Gauting) [LK Starnberg], aus. Überdies wird die Kirche in Unterbrunn erst 1248 an das Stift übergeben (Urk. 26), vgl. dazu auch Oefele, Andechs S. 50 Anm. 21. Das Urbar von 1362/63 kennt die Kapelle nicht. Möglicherweise ist die 1306 der Oblei überstellte und ebenfalls als zur Kirche in Schmiechen gehörig bezeichnete Kapelle in 86511 Unterbergen (Schmiechen) [LK Aichach-Friedberg], für die sich kein direkter Erwerbsnachweis findet, an ihre Stelle getreten und mit dem ganzen Obleigut der Aufzeichnung im Urbar entzogen worden. Dafür spricht auch der Eintrag in Di Lit. 36 f. 109′, wenn er die Kapelle in Unterbergen zur Schenkung B. Ottos rechnet; vgl. auch Di Lit. 5 p. 211, die Vorlage für Di Lit. 36. Zur Kirche in Unterbergen, die heute noch zur Pfarrei Schmiechen gehört, vgl. Steidele-Schröder 2, 532 ff. ↑
Die Frage ist, ob „predium suum“ den Hof im Privatbesitz des Bischofs oder im Besitz des Bistums meint:
In 4932 Kirchheim im Innkreis [Bezirk Ried im Innkreis, Oberösterreich] hatte das Bistum Bamberg Grundbesitz – damals unter Bischof Otto II. Im nahen 4582 Spital am Pyhrn [Kirchdorf, Oberöstereich] stiftete er 8 Jahre später (1190) ein Spital.
In 9843 Großkirchheim [Bezirk Spittal an der Drau, Bundesland Kärnten] hatten die Andechser als weltliche Familie viel Grundbesitz – das Bistum Bamberg aber offenbar nicht. Schlögl ging offensichtlich von einer Schenkung aus Familienbesitz aus und lokalisiert „Kirchheim“ deshalb zu „Großkichheim“. „Kostengünstiger“ wäre es für Otto II. aus Bistumsbesitz zu tradieren.
In 85551 Kirchheim bei München [LK München] waren offenbar die Grafen von Wasserburg und nicht die Andechs-Meranier begütert. ↑
vermutlich Kloster Rohr der Augustiner-Chorherren in 93352 Rohr in Niederbayern [LK Kehlheim]. ↑
Die in dem vorliegenden Eintrag zusammengefaßten Übereignungen sind durch die Verschiedenheit der Tradenten und des Besitzes als getrennte Rechtsgeschäfte anzusehen. Ob ihre gemeinsame Niederschrift auf eine Vorlage zurückgeht, man demnach auf Vollzug in zeitlicher Nähe schließen kann, oder ob sie erst durch eine Redaktion von DT 15 entstand, angeregt etwa durch die Familienzusammengehörigkeit der Tradenten, ist nicht sicher zu entscheiden. Vielleicht kann jedoch die in Dießen bei Einzelakten ungewöhnlich hohe Zahl von 13 Zeugen durch Zusammenziehen von drei Zeugenlisten gedeutet werden, möglicherweise unter Weglassen der als weniger wichtig erscheinenden Namen. Dann wäre eine redaktionelle Tätigkeit von DT 15 anzunehmen. Die übereinstimmende Zeugenzahl mit Tr. 29a/b, in der wahrscheinlich ebenfalls eine spätere Bearbeitung desselben Schreibers vorliegt, weist darauf hin; vgl. auch Tr. 4 und Tr. 8a/b.
Die Datierung ergibt sich einerseits aus dem Fehlen unter den gleichzeitigen Einträgen der Jahre 1158-1182, andererseits aus dem im Nekrolog B noch von der Hand Luitolds aufgezeichneten Tod Rahewins von Hagen (MG Necr. 1, 29 zu Oktober 31). Zur Abfassung dieses Nekrologs vgl. Einleitung S. 19* f. mit weiteren Verweisen.
Die Lokalisation der Schenkerfamilie erfolgt auf Grund der Zeugen, vgl. auch Baumann, Das Benediktbeurer Traditionsbuch, AZ NF 20 (1914) Nr. 55, 58, 116 und S. 73. Die Beziehung im Nekrolog (MG Necr. 1, 730) zu Haag Bz. München 1 = Gem. Herrnhausen [LK Wolfratshausen] ist nicht zu belegen. —
Zum übereigneten Besitz vgl. Urb. 50, 39, 40, 184, 1. —
Zu den Grafen von Eschenlohe vgl. Albrecht, Andechs S. 7 ff. ↑
Beziehung des Tradenten auf 82297 Hofhegnenberg (Steindorf) [LK Aichach-Friedberg], die Arbinger vertritt, läßt sich nicht aufrechterhalten, vgl. Weißthanner, Tr. Schäfllarn 337 Vorbem. Zu den wittelsbachischen Ministerialen von Althegnenberg vgl. Spindler, Anfänge S. 52 Anm. 4 und Oefele, Andechs S. 56 Anm. 1.
Den übereigneten Besitz suchen Steichele-Schröder 2, 465, denen Arbinger folgt, in 86504 Hochdorf (Merching) [LK Aichach-Friedberg], da für die Hegnenberger dort auch anderer Besitz bezeugt ist, allerdings erst im 14. Jh. Dem widerspricht die Schreibweise des Namens im 12./13. Jh., vgl. Wallner, Siedlungsgeschichte Nr. 753, der für Hochdorf (Hohendorf) unseren Beleg nicht in Anspruch nimmt. Vor allem aber besitzt Dießen nach der ältesten Besitzliste, also nur wenige Jahre nach 1241, ein Gut in 82319 Hadorf (Starnberg) [LK Starnberg], dessen Erwerb sonst nicht nachgewiesen werden kann (vgl. Urb. 58), während Besitz in Hochdorf nicht erwähnt wird, Auch führt die Güterliste von Di Lit. 5 p. 160 die Hube in Heedorf auf eine Schenkung im Traditionsbuch zurück, wofür aber einzig die vorliegende in Frage kommen kann. Die im Text erwähnten Feindseligkeiten sind auf die Kämpfe der Wittelsbacher mit den Andechs-Meraniern zurückzuführen, vgl. die Verweise in Tr. 32, besonders Kraft, Studien S. 405 ff.
Die ersten 5 Zeugen sind dem Konvent von 82405 Wessobrunn [LK Weilheim-Schongau], die Zeugen 9-12 dem von Dießen zuzurechnen.
Die Familie Vertinch gehört nach 86511 Schmiechen [LK Aichach-Friedberg], vgl. Oefele, Andechs S. 52 Anm. 28. Die beiden Brüder von Waglinshusen sind eher auf 82269 Walleshausen (Geltendorf) [LK Landsberg am Lech] als auf 82057 Wadlhausen (Icking) [LK Wolfratshausen] zu beziehen, vgl Wallner, Siedlungsgeschichte S. 94 Nr. 1047. ↑
Fried, Landgericht Landsberg und Pfleggericht Rauhenlechsberg, Bde. 22–23. ↑
Wenn Engelshalk verspricht, das Kloster sogar gegen die Männer seines eigenen Lehnsherrn, des Herzogs von Bayern, zu verteidigen, dann muß er eine bemerkenswerte Machtposition besessen haben. ↑
Kloster 87727 Klosterbeuren (Babenhausen) [LK Unterallgäu] scheint keine Verbindung zu den sonstigen genannten zu haben.
86941 Beuerbach (Weil) [LK Landsberg am Lech] läge nahe an 86931 Winkl (Pittriching) LK Landsberg am Lech] und 86492 Egling an der Paar [LK Landsberg am Lech] ↑
82544 Egling [LK Bad Tölz-Wolfratshausen] hat das Geschlecht der Eglinger. Der Wolfratshausener Richter Rapoto übergab 1246-1271 zwei Güter. in „humpach und „purren“ (wohl 83623 Humbach (Dietramszell) [LK Bad Tölz-Wolfratshausen] und womöglich beim Augustiner-Chorherren-Kloster 82547 Beuerberg (Eurasburg) [LK Bad Tölz-Wolfratshausen]). Ein Zeuge war dabei ein Heinricus de Endelhusen (vermutlich Heinrich von 82544 Endlhausen (Egling) [LK Bad Tölz-Wolfratshausen]).
[Benediktbeurer Urkunde „Num X. Sub Abbate Heinrico II.“ Monumenta Boica / 7. [Monumenta Benedicto-Burana ; Monumenta Ettalensia ; Monumenta Wessofontana ; Monumenta Weyarientia], 81]
86492 Egling an der Paar [LK Landsberg am Lech] liegt nahe der vorher erwähnten Orte und auch nahe an einem Ort „Winkl“ (86931 Winkl (Pittriching) LK Landsberg am Lech]) und ist daher auch möglich – auch wenn dort kein Burgstall nachweisbar ist.
Ein Heinrich von Eglingen des 14. Jhr. wird heute verortet aus
möglicher Herkunftsort
Entfernung von Wessobrunn
72531 Eglingen (Hohenstein) [LK Reutlingen] (
150 km
89584 Ehingen [LK Alb-Donau-Kreis] (Burg Wartstein)
125 km
89561 Eglingen (Dischingen) [LK Heidenheim] – Ministerialen der Grafen von Oettingen
120 km
Groß, Chronik von Fürstenfeldbruck, 114 schreibt unter Berufung auf die handschriftlichen Notizen des „Geistlichen Rates Geiß“ (die verschollen sind) “Ein Gerwicus de Phephingen war um die Jahre 1224 bis 1242 Mönch zu Dießen. Das könnte eine Nähe zu Dettenschwang ergeben.
Ansonsten gäbe es sehr viele Pfaffing-Orte, wie z. B. 83123 Pfaffing (Amerang) [LK Rosenheim] ↑
83607 Winkel (Holzkirchen) [LK Miesbach] läge zu abseits zu den übrigen genannten Orten.
86931 Winkl (Pittriching) [LK Landsberg am Lech], was wiederum nahe bei 86492 Egling an der Paar [LK Landsberg am Lech] liegt und wie Dettenschwang am Lechrain. Streichele, Das Bistum Augsburg, historisch und statistisch beschrieben / 2. Die Landkapitel : Agenwang, Aichach, Baisweil, Bayer-Mänching, Burgheim, 557 nennt eine weitere Urkunde, in der Heinrich von Winkel bei der Beerdigung Heilwigis von Althegnenberg in Wessobrunn zugegen war. ↑
Fried, Landgericht Landsberg und Pfleggericht Rauhenlechsberg, 22–23:141.
Rund 50 Jahre vorher hatte der Edle Heinrich von Stoffen-Landsberg 1992 einen Wessobrunner Hof in Weil inne, was Weil als Lokalisierung von Zeuge #27 plausibler macht. Fried, Landgericht Landsberg und Pfleggericht Rauhenlechsberg, 22–23:110. Die Edelfreien von Stoffen waren mindestens bis 1192 Vögte von Wessobrunn. ↑
Rauenlechsberg verfügt über einen Burgstall und liegt im Raum Dettenschwang/Weilheim. 1298 erwarben die Seefelder die Burg. Fried, Landgericht Landsberg und Pfleggericht Rauhenlechsberg, 22–23:203.Bereits im Jahr 1225 testiert er zusammen mit seinem Bruder Cunradus Buchner, Das öffentliche Gerichtsverfahren in bürgerlichen und peinlichen Rechtsvorfallenheiten…, 352..
1241 lag die eigentliche Siedlung von 86956 Lechberg (Schongau) vermutlich noch im heutigen Altenstadt. Ob es am Lechberg im heutigen Schongau da schon eine Siedlung gab, ist zu klären. Dieser Ort käme aber für eine Lokalisierung in Frage. ↑
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Wallner, Altbairische Siedelungsgeschichte in den Ortsnamen der Ämter Bruck, Dachau, Freising, Friedberg, Landsberg, Moosburg und Pfaffenhofen, 94 (Nr. 1047). Mit Burgstall „Purzelberg“. ↑
Erst 1248 starb Otto VIII., der letzte Graf von Andechs. 1241 kann es also noch Ministerialen von Andechs gegeben haben. ↑
Wenn Hainricus von Geruͤt stammt, dann war das mehr als eine Rodung, sondern ein abgegangener Weiler. In der Nähe findet sich kein Ort mehr mit „Kreut“ oder „Reut“. ↑
Eine Reihe der Laienzeugen taucht in Dießen sonst nicht mehr auf. Sie sind aus Gegenden nördlich des Bereiches Dießener Interessen. Der Tradent ist daher wohl zur wittelsbachischen Ministerialenfamilie von Vohburg zu rechnen, vgl. Heigel-Riezler, Herzogtum S. 299 und Weißthanner, Tr. Schäftlarn 218 Vorbem. Daher wird auch Ulrich von Hausen auf von 82297 Hausen bei Hofhegnenberg (Steindorf) [LK Fürstenfeldbruck] bezogen.
85290 Schillwitzhausen (Geisenfeld) [LK Pfaffenhofen an der Ilm] [südlich von Rockolding] scheidet wohl aus, da der Beiname Schilwaz sonst kaum fehlte, vgl. p. 13. Thiel-Engels, Die Traditionen, Urkunden und Urbare des Klosters Münchsmünster, QE NF 20 (1961), 339 mit Verweisen, ↑
V̊lrici de Husen testierte auch für Freising zusammen mit
85368 Moosburg a.d.Isar
Chunradi de Moseburch
85414 Helfenbrunn (Kirchdorf an der Amper)
Heinrici de Erpfenbrunne
93345 Tollbach (Siegenburg)
Ulrici de Talbach
[???]
Hainrici de Wigelhaim
[???]
Eberhardi de Umkoven
85417 Marzling [???]
Nudungi de Matzenbruke
82281 Unterschweinbach (Egenhofen)) [???]
Hainrici de Svaimbach
Also größtenteils aus dem Raum nördlich von Freising. Falls man „Svaimbach“ mit „Unterschweinbach“ gleichsetzt (und das „m“ erscheint im heutigen umgangssprachlichen Ortsnamen „Schoambach“), dann könnte dieser V̊lrici de Husen auch im Althegenberger Raum aktiv gewesen sein. [Meichelbeck, Tomi II. Pars Altera Instrumentaria : In qua Plùs quàm quadringenta Instrumenta Pontificum, Cardinalium, Metropolitanorum, Episcoporum, Abbatum, Canonicorum: item Imperatorum, Regum, Archiducum, Ducum &c. ad hunc alterum Tomum pertinentia recensentur, 10 (Num. XVIII).] ↑
Der hier übereignete Besitz steht schon in der ältesten Besitzliste, vgl. Urb. 63. —
Zu den Andechser Ministerialen Schürfeisen von 82515 Wolfratshausen [LK Bad Tölz-Wolfratshausen] vgl. Oefele, Andechs, S. 54 mit Anm. 60.
Die Brüder Heinrich und Konrad von Egling sind wohl der Familie der Krug zuzuzählen, von der sich zu dieser Zeit mehrere Mitglieder nach 82544 Egling [LK Bad Tölz-Wolfratshausen] nennen, vgl. Tr. 57, Acht, Tr. Tegernsee S. 348 und Weißthannner, Tr. Schäftlarn 111 Vorbem. [Schlögl nennt hier ein „Egling LK Landsberg“. Das ist aber nicht bekannt. Es dürfte sich um einen Schreibfehler handeln; gemeint war wohl „Egling LK Wolfratshausen“.]
Ortolf von Seisinhusen darf als identisch mit Ortolf von Sӕnsenhusen in Tr. 38 angesehen werden. Zweifellos kann er auf 82544 Sachsenhausen (Egling) [LK Bad Tölz-Wolfratshausen], bezogen werden, wo Andechser Ministerialen saßen (vgl. Oefele, Andechs S. 54 Anm. 49 und Schnell, Münsing S. 280 f.).
Die Zuweisung des Ulrich von Perin nach 85604 Pöring (Zorneding) [LK Ebersberg] ist wahrscheinlich, vgl. Puchner, Ebersberg S. 297 und Acht, Tr. Tegernsee 257 Vorbem. Doch kann seine Benennung nach 86899 Pöring (Landsberg am Lech) [LK Landsberg am Lech] nicht völlig ausgeschlossen werden, vgl. Wallner, Siedlungsgesch. Nr. 368. [86899 Pöring verfügt über ein Schloß, 85604 Pöring einen Burgstall.] ↑
Ein Ortwinus de Zaizmanigen hat 1173-1204 sein Gut in „Milingen“ an das Kloster Dießen gegeben. [[Monumenta Raitenbuchensia ; Monumenta Diessensia ; Monumenta Bernriedensia ; Monumenta Scheftlariensia ; Monumenta Andecensia], 134.]
In TR Beyhartingen #2 und #4 testieren ein „Engilmar de milingen“ und ein „Dietmar de milingen“. Das könnte das nahe 83104 Mailing (Tuntenhausen) [LK Rosenheim] sein.
In M. B. 8 S. 141 testiert Oulricus de Milingen erneut zusammen mit einm Gottschalk von Widdersberg, Griffo von Undawe [???], Otto von Etterschlag, Swicardus von Droezzelingen [???], Eberhard von Schondorf, Otto von Windach. Das stellt in den Bereich um das Nordende des Ammersees (Schloß Milfelden / 82211 Mühlfeld. oder 86938 Aumühle (Schondorf am Ammersee)?.
87459 Meilingen (Pfronten) [LK Ostallgäu] liegt etwas entfernt ↑
auch 82490 Farchant [LK Garmisch-Partenkirchen] käme in Frage [Monumenta Raitenbuchensia ; Monumenta Diessensia ; Monumenta Bernriedensia ; Monumenta Scheftlariensia ; Monumenta Andecensia], 141. ↑
Urbar Bayern-Herzogtum Nr. 1238 schreibt 1231-1234: „Paevl“ [zitiert nach Reitzenstein, Lexikon bayerischer Ortsnamen.] ↑

