Auf der Webseite „Bavarikon“ kann man einige gescannte Karten finden. Eine davon ist die Postkarte von 1812 – also die Karte der Routen des Postverkehrs.

Quelle: Bayerische Staatsbibliothek. Bavarikon. Signatur: Mapp. XI,51 b. Identifikator: urn:nbn:de:bvb:12-bsb00107828-9. B3Kat-Identifikator: BV000451328
Die Linien werden in der Legende erklärt:
Die Hauptstrecke nach München-Schwabhausen-Eurasburg-Augsburg (die „Poststraße, wo reutende und fahrende Posten gehen“) ging 1812 also an Fürstenfeldbruck vorbei.
[„Reuter“ ist laut Kluges Etymologisches Wörterbuch ein Wort für „Reiter, Bewaffneter zu Pferd„. Es kommt nicht von „reiten“ sondern eher von (zusammen-)rotten und kam über das Niederländische (wo es „Wegelagerer“ bedeutete) in das Deutsche. Kuriose Wortkarriere bei der Bayerischen Post! Andererseits gab es auch Poststraßen, „wo reutende Posten lauffen“ – das klingt verwirrend pferdeschonend.]
Die Strecken über Fürstenfeldbruck-Möring-Augsburg, wie auch Pfaffenhofen-Inning-Landsberg waren „Bloße Relais-Communication“ mit „1,5 Post“. „Relais“ waren die Pferdewechselstationen. Was waren das dann für Strecken?
Fürstenfeldbruck war eine „Post-Expedition“. (In größeren Orten gäbe es auch Postverwaltungen, Postämter und Oberpostämter. Fürstenfeldbruck war also eine untergeordnete Station.)
Fazit: Eine Karte, die erst einmal mehr Rätsel aufgibt, als sie erklärt.

Quelle: Bayerische Staatsbibliothek. Bavarikon. Signatur: Mapp. XI,51 b. Identifikator: urn:nbn:de:bvb:12-bsb00107828-9. B3Kat-Identifikator: BV000451328

