Die Teilnehmer der Exkursion zum Altweg Mauern-Inning

Mauern-Inning: Eine Römerstraße?

von Ulrich Bähr

Zusammenfassung

Mauern könnte ein römischer oder ein frühmittelalterlicher Gutshof gewesen sein. Die Straße von Schöngeising hat sich vermutlich durch den Ort Mauern hindurch fortgesetzt bis Inning. Der Weg nach Inning existierte zumindest im Mittelalter – ob er davor auch schon in Gebrauch war läßt sich nicht mehr feststellen.

Nummerierung

Dieser Altweg erhielt die Nummer DE.09.179.027 und den Namen „Mauern-Inning“.

Exkursion

Bericht

Am 22.08.26 organisierte Wolfang Fliecker eine Exkursion, um den möglichen Verlauf einer Römerstraße von 82284 Mauern (Grafrath) nach 82266 Inning am Ammersee abzulaufen.

Abbildung 1 Einige der Teilnehmer an der Exkursion am 22.08.26

An Hand mitgebrachter Schaubilder demonstrierte er den 11 Teilnehmern die Werkzeuge, mit denen Altwege aufgespürt werden können:

  • Alte Flurkarten
  • LIDAR-Aufnahmen des Höhenprofils
  • Luftbilder von Satelliten und Drohnen (hier zeigte er ganz aktuelle selbst aufgenommene Drohnenbilder einer Villa Rustica im Landkreis)
  • Thermographie-Aufnahmen (auch hier ganz aktuelle Bilder von Stefan Kluthe aus dem Landkreis FFB)
  • Feldbegehungen

Zu Beginn wurde mit Karten der Verdacht erläutert, warum Mauern ein römischer Gutshof (Villa Rustica) gewesen sein könnte. Dann ging es den anfangs schnurgeraden Inninger Weg bis zum Wald und ab da immer weiter bis nach Inning.

Unterwegs führte Wolfgang Fliecker vor, wie verantwortungsbewußt mit einer Sonde nach Münzen gesucht werden kann. Ein Teilnehmer konnte selbst eine Münze finden, die Tags zuvor extra vergraben wurde. (In diesem Ausnahmefall wurde der Fund nicht an das Landesdenkmalamt gemeldet, was aber sonst selbstverständlich ist. Nur dann ist eine Sondensuche zu vertreten. Alles andere wäre eine Raubgrabung – auch wenn sich das viele Sondengeher schönreden.) Eine exemplarische Feldbegehung mußten wir auslassen, da der Bauer am Nachmittag nach der Vorbesichtigung prompt diesen Acker eingesät hatte.

Abbildung 2 Wolfgang Fliecker demonstriert, wie eine Sonde genutzt wird. Und zwar nicht für eine Raubgrabung.

Am Ende konnten sich alle im Cafe Huttner bei Kaffee und Kuchen stärken, ehe der Bus zurück nach Mauern führte.

Das Wetter war nach einem kurzen Anfangsduscher gnädig. Dank Wolfgang Flieckers exzellenter Vorbereitung konnten die Teilnehmer viel Neues erfahren über römische Wege, Heimatforschung und das bei einem netten Spaziergang.

Der Weg von Mauern nach Inning

Annahmen: römisch

Es gibt bislang keinen Nachweis eines römischen Weges von Mauern nach Inning. Auch in Mauern und Inning sind keinerlei römischen Bodendenkmäler dokumentiert. Wie kommt man also zu dieser Überlegung, daß es dort einen römischen Weg gab? Die Annahmen sind:

  • Bei Inning gab es römische Besiedlung
  • Mauern war ein römischer Gutshof
  • Eine Querverbindung von Schöngeising über Mauern nach Inning existierte
Annahmen: frühmittel­alterlich

Alternativ ist es möglich, daß der Weg von Mauern nach Inning frühmittelalterlich ist und es nie einen römischen Weg gab:

  • Inning war frühmittelalterlich besiedelt. (Das ist gesichert.)
  • Mauern war frühmittelalterlich besiedelt. (Das ist gesichert.)
  • Die spätere Chaussee Landsberg am Lech – München existierte schon im Frühmittelalter. (Hierfür fehlt noch jeder Hinweis.)
Inning

Inning selbst wirkt von der Ortsanlage und der Flurstruktur wie ein typischer frühmittelalterlicher Ort. Die Bodendenkmäler sind entweder älter (keltisch) oder jünger (mittelalterlich). Die Ersterwähnung von 912-932 und der Ortsname[1] sprechen auch für eine frühmittelalterliche Besiedelung.

Wir finden nördlich von Inning im Wildmoos frühmittelalterliche Körpergräber[2].

Stegen

Westlich von Inning in Stegen wurden römische Brückenpfeiler über die Amper oder die Windach gefunden. Das deutet auf eine römische Nutzung dieser Ost-West-Verbindung.

Walchstadt

Östlich von Inning heißt ein Ort 82237 Walchstadt (Wörthsee), Landkreis Starnberg. Das deutet auf romanische Bevölkerung hin und legt eine ursprünglich römische Besiedlung nahe.

Ost-West-Straße

Zwischen Inning und Eching verläuft die im weiten Umkreis einzige Ost-West-Verbindung zwischen Ampermoos und Ammersee. Im Mittelalter verlief hier die Straße Landsberg am Lech-München (beides eher junge Städte). Diese Straße wird bis heute genutzt (heute als BAB 96), was es sehr schwierig macht, Nachweise einer früheren Verwendung zu finden.

Abbildung 3 Römische Funde rund um Mauern. Blaue und lila Linien sind hypothetisch.
[Karte: Bayerische Vermessungsverwaltung. CC BY 4.0]

Nördlich von Landsberg am Lech finden sich gehäuft römische Funde. Entlang einer gedachten Linie bis Stegen wurden einige römische Gräber gefunden, die oft außerhalb der Siedlung an einer Straße angelegt wurden. Hier ist also eine Straßenverbindung denkbar. Eine Fortführung bis zur bekannten Römerstraße Salzburg-Gauting-Augsburg erscheint naheliegend. Sie kann

  • in Schöngeising über Mauern,
  • in Argelsried (und von dort weiter bis Germering) oder
  • in Gauting (über Weßling-Oberpfaffenhofen-Unterbrunn)

auf die heute als „Via Julia“ vermarktete Römerstraße getroffen sein.

Fazit

Nirgends in diesem Bereich wurden bislang römische Fundstücke registriert.

Trotzdem lassen es die Indizien wahrscheinlich erscheinen, daß der Bereich auch zur Römerzeit besiedelt war. Schon alleine, um diesen wichtigen Ost-West-Durchlaß zu besetzen.

Definitiv war das Ackerland ursprünglich keltisch (latènezeitlich, hallstattzeitlich) bewirtschaftet, worauf etliche Funde verweisen. Ob dies während der römischen Herrschaft noch so war, wissen wir nicht.

Mauern

Frühe Besiedlung

Die älteste bislang bekannte Urkunde zu 82284 Mauern ist bereits hochmittelalterlich

1137/38 – 1147: „Gebehardus de Muron“ [TR Diessen #9]

In Mauern wurden jedoch auch frühmittelalterliche Körpergräber gefunden[3].

Der Ortsname könnte von ahd. *zi mûrun (‚bei den Mauern‘) abstammen und später in Urkunden lateinisiert worden sein zu Muron bzw. Murun.

Die oft genannte Ableitung von Moor (ahd. môr, aber eigentlich kein süddeutsches Wort) oder vom Personennamen Morin kann lautgesetzlich schwer erklärt werden.

Uraufnahme

Die Uraufnahme von 1808-1864 zeigt rund um Mauern eine auffällig Grundstücksaufteilung. Wir sehen sehr oft rechte Winkel und streng parallele Feldgrenzen. Bei den Feldgrößen tauchen sehr oft Vielfache von 35,6 Metern auf, was dem römischen Maß „actus“ entspricht. Im Randbereich gibt es unregelmäßige Ackerflächen, wie man sie von frühmittelalterlich entstandenen Dörfern kennt. Die Ackerflächen des regelmäßigen rechteckigen Kernbereichs addieren sich auf zu 50,5 ha., was einer römischen „centuria“ entspräche, der üblichen Flächengröße einer Villa Rustica.

Abbildung 4 Ackergrenzen, die einem römischen Feldraster entsprechen können (rot: sehr geringe Abweichung, gelb: mittlere Abweichung)
[Karte: Bayerische Vermessungsverwaltung. CC BY 4.0]

Insgesamt läßt sich daraus eine (vermutliche) ursprüngliche Feldvermessung rekonstruieren mit Ackerflächen von 1 mal 2 actūs (also „iugera“).

Datierung

Die Indizien sprechen für eine Vermessung und Feldaufteilung in einem Rutsch in römischer Manier. Das muß aber nicht unbedingt während der römischen Herrschaft geschehen sein.

Bernd Steidl verweist darauf, daß bislang keine einzige raetische römische Villa bekannt ist, die mit ihrer Bausubstanz fortbestand. Von der Bebauung ist auch hier allenfalls der Name geblieben („bei den Mauern“), wenn sich der Ortsname nicht doch von einem Personennamen herleitet. Daß aber die Parzellierung über die Umbruchzeiten des 3. bis 5. Jahrhunderts erhalten blieb, wäre zumindest überraschend.

Zudem seien römische Straßen besitzteilend gewesen. Eine römische Straße mitten durch die Ackerflächen eines Gutshofes wäre nicht typisch. Auch die vermutete Siedlungsfläche direkt an einer Straße wäre untypisch. Römisch Villae waren immer zurückversetzt.

Das könnte dafür sprechen, daß wir in Mauern einen spätantiken oder frühmittelalterlichen Gutshof vor uns haben. (Also keine römische Villa Rustica.) Die durchdachte Parzellierung in einem Arbeitsgang spricht für eine geplante Besiedlung durch eine einflußreiche Zentralgewalt (Herzog, fränkischer Adeliger etc.). Die Vermesser beherrschten noch das römische Handwerk und blieben bei den überlieferten römischen Maßen. Das ist nicht unwahrscheinlich: Der Mainzer Willigis-Dom wurde noch um 975 nach dem pes monetalis (Römischer Fuß, 29,6 cm) vermaßt.

Wege von Mauern nach Inning

Farbcodes in Karte

Bei der folgenden Karte wurde dieser Farbcode verwendet für die linearen Strukturen in der LIDAR-Karte des Geländeprofils:

Farbe

Im Relief sichtbar

In der Uraufnahme

In einer alten topographischen Karte

In der aktuellen topographischen Karte

türkis

ja

ja

ja

heute noch genutzt. Rezent.

gelb

ja, womöglich älter als 1830. Weder in der Uraufnahme, noch in einer alten topographischen Karte.

nein

nein

nein

lila

ja

nein

ja. Womöglich älter als 1830. Weder in der Uraufnahme, noch in einer alten topographischen Karte.

nein

grün

nein

ja

blau

ja

ja

nein

nein

Wege im Geländeprofil

Im Geländeprofil sind heute folgende weg-ähnlichen Strukturen zwischen Mauern und Inning erkennbar:

Abbildung 5 Wege zwischen, die sich im LIDAR-Relief abzeichnen
Grüne Flächen sind ehemalige Wölbäcker.
Gelbes Raster sind die vermuteten Wege im ursprünglichen (römischen?) Vermessungsraster.
[Karte: Bayerische Vermessungsverwaltung. CC BY 4.0]

Erläuterung

Fast alle der eingezeichneten Wege könnte es im Frühmittelalter bereits gegeben haben. Einzig die Wege, die die mittelalterlichen Wölbäcker kreuzen, müssen frühneuzeitlich oder jünger sein.

Einige Wege sind in der Uraufnahme nicht eingezeichnet. Das muß aber nicht unbedingt heißen, daß sie jünger sind. Der Uraufnahme ging es um steuerpflichtige Grundstücke; Wege wurden nicht mit der gleichen Sorgfalt erfaßt.

Inninger Weg

Inninger als Fortsetzung von Schöngeising

Von Schöngeising kommend ist das Wegstück ab dem Kellerbach bis zum (heutigen) Aussiedlerhof südlich von Mauern (das heute „Inninger Weg“ heißt) auffällig gerade. Das war es schon immer. Der Inninger Weg in Mauern wäre nach dem rekonstruiertem Feldraster ursprünglich ein breiter Feldweg oder sogar eine Straße gewesen. Letztlich ist der Inninger Weg die lineare Fortsetzung des Weges von Schöngeising nach Mauern.

Abbildung 6 Der Inninger Weg als ehemaliger Feldweg oder Straße im Flurflächenraster.
[Karte: Bayerische Vermessungsverwaltung. CC BY 4.0]

Heutiger Weg frühneuzeitlich

Ab dem Waldrand schwenkt der Inninger Weg in der Uraufnahme gleich nach Westen. Heute gibt es den Weg auch noch und er führt in den „Mauern Wald“ (bzw. „Hirschsulz“, „Im Hoegen Rain“, „Höhenreihn“). Den modernen Weg durch den Wald nach Inning gab es in der Uraufnahme noch nicht, er zweigt davon ab. Offenbar gab es Mitte des 19. Jahrhunderts keine direkte Verbindung von Mauern nach Inning; man mußte immer erst nach Westen fahren und dann auf den Weg „Nach Walchstadt“ abbiegen und von dort rechtzeitig nach Inning abbiegen.

Die Ackerfläche Mauerns war früher etwa doppelt so groß, wie heute. Im Mittelalter (vermutlich nach dem Dreißigjährigen Krieg oder der Pest) reduzierte sich die Bevölkerung und der Ackerbau wurde produktiver. So gab man die vom Dorf weiter entfernten Flächen auf und Wald bedeckte sie. Die ursprünglichen Wölbäcker im Wald können wir aber noch sehen.

Abbildung 7 Wölbäcker im Wald südlich von Mauern.
Rot sind moderne Wege [5], [6].
Die rechteckige Struktur ist der moderne Aussiedlerhof.
Gelb sind lineare Strukturen im Relief (Hohlwege) [1], [3], [4].
Blau gestrichelt [2] ist eine mögliche Fortsetzung des Hohlwegebündels [4] (Variante A)
Gelbe Linie [3] ist eine andere Fortsetzung des Hohlwegbündels [4] )Variante B)
[Karte: Bayerische Vermessungsverwaltung. CC BY 4.0]

Dabei fällt auf: Die modernen Wege [5], [6], [8] (von denen der heutige Inninger Weg [8] noch nicht in der Uraufnahme eingezeichnet ist) schneiden die Wölbäcker. Sie wurden also erst nach Aufgabe der Wölbäcker angelegt. Der heutige Inninger Weg [5] überwindet eine Hangkante [7]. Hier wären Hohlwegbündel zu erwarten, wenn der Weg alt ist. Davon ist aber weder im LIDAR-Bild noch in der Landschaft etwas zu bemerken.

Ursprünglich etwas anderer Verlauf bei Mauern – Variante A

Etwas weiter südlich sehen wir aber ein Hohlwegbündel [4] bzw. [K], das über eine Einfurchung [1] (die durchaus ein Weg gewesen sein kann) nach Norden Richtung Mauern führt. Die Einfurchung trifft hier auf den modernen Weg [5], der hier einen Knick macht. Alternativ könnte die Einfurchung [1] aber ursprünglich mehr oder minder knicklos weitgeführt haben ([2] blau gestrichelt). Dann wäre der ursprüngliche Weg parallel zwischen den Hohlwegen verlaufen. Dies wäre dann aber keine lineare Fortsetzung des Inninger Wegs, der aus Mauern rausführt nach Süden. Dazwischen liegt die sauber gepflügte Ackerfläche des Aussiedlerhofs und so wird sich kaum mehr feststellen lassen, wie der Weg ursprünglich verlief.

Bei Mauern – Variante B

Wenn der Weg Inning-Mauern ursprünglich über [4] bzw. [K] verlief, dann mußte er sich im Mittelalter zwischen Wölbäckern hindurchzwängen. Falls die Einfurchung [3] Teil des mittelalterlichen Inninger Wegs war, könnte dies bei [M] geschehen sein. Der weitere Verlauf ist leider vom Aussiedlerhof flach gepflügt worden (Wölbäcker kann man praktisch nur in Wäldern beobachten). Daher wissen wir nicht, ob diese Überlegung stimmt und wie sich der Weg von [M] zu [N] fortgesetzt hat.

Es ist auch denkbar, daß beide Varianten A und B in Gebrauch waren.

Abbildung 8 LIDAR-Bild des Höhenprofils südlich von Mauern
[N] das Ende des geraden Inninger Wegs in Mauern
Rote Linie: Variante B des Weges von Mauern nach Inning
[Karte: Bayerische Vermessungsverwaltung. CC BY 4.0]

Nördlich von Inning

Der moderne Weg ist in der Folge begleitet von Hohlwegen, was darauf hindeutet, daß er schon vor seinem befestigten Ausbau oft befahren wurde. Bis auf den Abschnitt [L] ist der Weg als ausgebaute Fahrstraße bereits in der Uraufnahme eingezeichnet.

Abbildung 9 Wege und Hohlwege nördlich von Inning
[I]-[J]-[L] ist der moderne Weg von Mauern nach Inning durch den Wald.
[Karte: Bayerische Vermessungsverwaltung. CC BY 4.0]

Nicht in der Uraufnahme eingezeichnet ist jedoch ein Weg ab [L]. Dort überwindet der moderne Weg eine Stufe in der Landschaft. Die erwarteten Hohlwege zeigen sich hier aber nicht. (In der Uraufnahme ist dort eine Säule eingezeichnet mit der kryptischen Bezeichnung „Bilelsaal“ (?).)

Der ursprüngliche Weg folgte wohl eher den Hohlwegbündel bei [K].

Bei Inning

Die vielen erhaltenen Hohlwegbündel ([B], [C]) beim Dachsberg und nördlich des Simonsmooses deuten an, daß die Straße von Inning nach Etterschlag ursprünglich weiter südlich verlief über die heute „Münchner Straße“ [A] genannte Straße.

Bei [D] und [E] finden sich weitere Hohlwegbündel, die zum Etterschlager Hochweg führen, der in der Fortsetzung „Münchner Straße“ heißt.

Die spätere Chaussee (und heute Autobahn) [F] kann es Parallelweg natürlich schon früher gegeben haben.

Hingegen könnte der Abschnitt [G] jüngeren Datums sein. Aber hier ist beim Bau des Autobahnparkplatzes „Martinsberg Süd“ viel planiert worden.

Abbildung 10 Alte Wege zwischen Inning und Etterschlag
Rote Linie: der vermutliche ursprüngliche Verlauf des Weges Landsberg a. Lech bis München
Gelbe Linien: Hohlwege
[Karte: Bayerische Vermessungsverwaltung. CC BY 4.0]

In jedem Fall hätte ein Weg von Mauern nach Inning wohl auf die Straße [A]-[B]-[C] eingemündet.

  • So ist es auch heute noch auf Höhe „Kellerberg“ [O]. Der Hügel westlich dieses vermutlichen Weges Mauern-Inning [I]-[O] heißt auch „Mauerner Berg“.

Alternative: Der Inninger Triebweg über den „Mauerner Berg“ kommt auch in Frage. Hier zeichnen sich auch leicht Hohlwegbündel ab. Jenseits der Autobahn

  • scheint sich dieser Weg in einer Folge von Hohlwegen fortzusetzen, die womöglich zum heutigen „Müllerbauer“ [P] bei Etterschlag führen (der auch schon in der Uraufnahme eingezeichnet ist). Der Zweck dieses offensichtlich oft befahrenen Weges ist noch unklar – womöglich ein Holzweg oder es gab dort tatsächlich einmal eine Mühle.
  • Andererseits gibt es eine Fortsetzung des Triebwegs durch Hohlwegbündel [H] nördlich des Hegelaichs. Diese Route vereinigt sich am Steinbrunnenberg [J] mit dem Weg [I] zum späteren Weg „Kellerweg“.

KML-Dateien

Wölbäcker bei Mauern

Wege im Bodenrelief zwischen Mauern und Inning

Mauern: Römische Siedlungsfläche

Mauern: Römische Straßenflächen

Mauern: Römische Ackerflächen

Mauern: Übereinstimmung von Uraufnahme- und römischen Ackergrenzen

Literatur

Reitzenstein, Wolf-Armin. Lexikon bayerischer Ortsnamen: Herkunft und Bedeutung ; Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz. Beck, 2006.

Kml Icons erstellt von Magnific – Flaticon

  1. Wolf-Armin Reitzenstein, Lexikon bayerischer Ortsnamen: Herkunft und Bedeutung ; Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz (Beck, 2006), 124 nennt Mon Boica 49, S7 als Quelle und leitet den Ortsnamen vom Personennamen Uno her.

  2. Aktennummer D-1-7932-0078

  3. Auf dem heutigen Grundstück Römerstraße 2. Bodendenkmal Aktennummer D-1-7833-0008

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen
Cookie Consent mit Real Cookie Banner