StAM – HRI Hofamts-Register Faszikel 154 / Nr. 8 /1 – 1631

Bayer. Hauptstaatsarchiv München HRI Hofamts-Register Faszikel 154 / Nr. 8 /1

transkribiert, übersetzt von Christa Liebert, Miesberg 1, 85235 Pfaffenhofen/Glonn

Bibliographische Angaben

Betreff

Transportkosten der Gerätschaften zum Fischen im Oberumbacher Weiher

Originalurkunde

Laufzeit: 1631

Signatur: HSTAM HR I Hofamts Register Faszikel 154 / Nr. 8/1

Seite: Archivseite 47, Blatt 15

Transkription

Transkribiert von Christa Liebert im Jahr 2005

Weyer zu Umbach

Den 20. Novembris: von Ried abermalen nach

Umbach gereist und diesen weyer vischen

lassen dariber folgende Uncosten ge-

loffen.

Uff 4 scharwerchfueren welche den scheffwagen

und anders Vischgeschirr von Ried uff

Pfaffenhofen gefiret, geben

32 Kr
Den 21. Novembris : von Pfaffenhofen uff 4

ander scharwerchfueren besagtes Vischgeschirr

vollendts nacher Umbach zefieren bezalt wie oben

32 Kr
Dem Ambtmann alda zue Pfaffenhofen bie-

terlohn geben 1 Costgelt

15 Kr
Den 22. Novembris: Zu Umbach vischen lassen,

diesen tag bey dem Vischet braucht 8 träger

iedem umb 2 Kr scharwerchbrot geben

16 Kr
Und 3 wannenfueren ieder 4 Kr schar-

werchgelt

12 Kr
Den 23. Novembris: abermalen bey dem Vischet

braucht 8 Träger. scharwerchbrot

16 Kr
Und 2 wannenfueren 8 Kr
Den 24. Novembris: Von Umbach wider nach

München gezogen. derowegen uff 3 schar-

werchfueren so dem scheffwagen und anders

vischgeschirr diesen tag noch biß uff Esting

gefiret, dann bey so behsem wetter und

kurzem tag München nit erreichen können.

bezalt uff iede fuer 8 Kr. Summa

24 Kr

Latus 4 Gulden 35 Kreuzer

Übersetzung

Übersetzt durch Christa Liebert Miesberg 1 85235 Pfaffenhofen/Glonn am 25.01.2026

Weiher von Umbach

Am 20. November kam man von Ried her nach Umbach um diesen Weiher zu fischen.

Dabei fielen folgende Unkosten an.

4 Scharwerkfuhren (Scharwerk sind geleistete Arbeiten für den Grundherren –

hier: für den Herzogshof in München) also 4 Fuhrwerke beförderten den Scheffwagen

(ähnlich einem Jauchewagen, in dem die Fische lebend befördert wurden)

und anderes Gerät, das man zum Fischen benötigt, von Ried nach Pfaffenhofen. Unkosten

32 Kreuzer
Am 21. November wurden die 4 Fuhren und sämtliche Gerätschaften von

Pfaffenhofen nach Umbach geführt. Unkosten wie oben

32 Kreuzer
Der Ortsvorsteher von Pfaffenhofen wurde entlohnt mit einem Kostgeld 15 Kreuzer
Am 22. November wurde in Umbach gefischt. Dazu brauchte man 8 Träger. Jedem wurde für 2 Kreuzer eine Brotzeit gereicht. Ergab 16 Kreuzer
Und 3 Korbträger pro 4 Kreuzer 12 Kreuzer
Am 23. November brauchte man wieder 8 Träger. Die Essensausgabe 16 Kreuzer
Am 24. November fuhr man von Umbach wieder nach München.

Dafür benötigte man 3 Fuhrwerke für den Wagen mit Fischen und den anderen Gerätschaften. An diesem Tag konnte man München nicht erreichen wegen der schlechten Witterung und der früh einsetzendenDunkelheit. Man kam nur bis Esting.

Bezahlt wurde für jede Fuhre 8 Kreuzer Summe

24 Kreuzer

Endsumme 2 Gulden 35 Kreuzer

( 60 Kreuzer = 1 Gulden)

Erläuterungen

Zur Urkunde

Die Laufzeit ist nicht exakt. Sie wurde errechnet nach den vorausgehenden Transkriptionen, die datiert wurde mit April 1631 Archiv Nr. 46 Seite 13 und 14.

Zum Inhalt

Welches Ried wurde gemeint?

Zur Übersetzung

4 Faksimile

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